Dual-Core-Variante von Intels Atom-CPU gestartet

22. September 2008, 12:41
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Prozessor zielt auf aufkeimenden Nettop-Markt ab

Intel hat das neueste Mitglied seiner Atom-Prozessorfamilie gelauncht. Das erste Dual-Core-Modell Atom 330 wird das bisher eistungsstärkste der Familie. Mit acht Watt hat es allerdings auch eine deutlich höhere Leistungsaufnahme wie sein Ein-Kern-Vorgänger Atom 230. Obwohl Intel die Atom-CPUs ursprünglich speziell als Chips für Mobile Internet Devices und Nettops positioniert hat, wird mit dem 330 auf einen anderen aufkeimenden Markt abgezielt. "Das neueste Mitglied der Atom-Familie wurde spezifisch für Nettops entwickelt", betont das Unternehmen. Der Prozessor soll Mini-Desktops mehr Power bieten.

Taktfrequenz von 1,6 Gigahertz

Der in 45-Nanometer-Technologie gefertige Atom 330 wartet ebenso wie sein Vorgänger 230 mit einer Taktfrequenz von 1,6 Gigahertz auf und verdoppelt mit der Anzahl der Rechenkerne auch den Level-2-Prozessorcache auf insgesamt ein Megabyte. Neben der Leistungsfähigkeit steigt beim Dual-Core-Modell allerdings auch der Leistungsbedarf. Mit acht Watt Thermal Design Power liegt dieser doppelt so hoch wie beim Vorgänger und noch deutlicher über jenem anderer Atom-Modelle. Für extrem energieeffiziente Netbooks, die eine hohe Batterielaufzeit erreichen sollen, ist das neue Modell daher nicht wirklich interessant.

Stromsparende Desktops

Darauf zielt Intel eigenen Angaben zufolge mit dem Dual-Core-Atom aber gar nicht ab. Er ist für die Familie der Nettops gedacht - schlanker, stromsparender Desktops, die primär für den Internetzugriff dienen. Geräte wie der "Wind PC" von MSI oder die "Eee Box", die Asus Mitte Oktober in Deutschland und Österreich auf den Markt bringen wird, setzen bereits auf frühere Atom-CPUs. Für diese Gerätefamilie verspricht der Atom 330 mehr Leistungsfähigkeit und bleibt dabei im Energiebedarf deutlich unter Intels bisherigen Dual-Core-Prozessoren. Genau das könnte den Atom 330 aber auch für klassische Notebooks interessant machen, beobachtet Cnet. Mit rund 40 Dollar pro 1.000 Stück sei der Chip auch preislich eine interessante Alternative zu gängigen Notebook-Prozessoren aus dem Hause Intel. (pte)

 

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