Nokia: Internet Tablets künftig mit 3D-Chip und UMTS

22. September 2008, 12:08
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Unternehmen verrät erste Details zur Zukunft seiner mobilen Linux-Plattform - Sowohl GTK+ als auch Qt unterstützt, Clutter für OpenGL - Mehr Offenheit angekündigt

Zur ersten Ausgabe des Maemo Summit hatte Nokia Ende der vergangenen Woche geladen. Im Rahmen der Konferenz tauschten sich die EntwicklerInnen rund um die mobile Linux-Plattform über die künftige Ausrichtung des Projekts aus, dabei verriet Nokia selbst auch erste Details zu kommenden Internet Tablets.

Verbesserungen

Demnach wird die nächste Hardwaregeneration einige zentrale Verbesserungen aufweisen, die wohl umstrittenste - und doch meist geforderte: Die Tablets bekommen zusätzlich zum WLAN-Support auch UMTS/HSPA-Unterstützung, auf diese Weise will man sicherstellen, dass eine Internet-Anbindung möglichst überall gegeben ist. Eine Entscheidung, die freilich nicht nur für Begeisterung in der Community sorgt, immerhin werden künftige Tablets dadurch wohl spürbar teurer werden.

Effekte

Ein weitere zentrale Verbesserung ist die Integration eines 3D-Chips, dieser soll die Grafikausgabe erheblich beschleunigen und neue Interface-Ansätze erlauben. Entsprechend wird schon das UI der kommenden Maemo-Generation - Codename "Fremantle" - kaum mehr etwas mit dem aktuellen Äußeren des Internet Tablet OS zu tun haben.

Clutter

Softwareseitig setzt man dabei auf die OpenGL-Bibliothek Clutter, die mit GNOME 2.24 auch in den Unix-Desktop Einzug hält. Dazu passend hat Nokia in einer Q&A-Session versichert, dass man zumindest fürs Erste sowohl GTK+ als auch Qt als Toolkits auf den Internet Tablets unterstützten wird. Bislang baut Maemo auf GTK+, durch den Kauf des Qt-Herstellers Nokia durch Trolltech, ist allerdings Bewegung in diesen Bereich gekommen. Im Softwarebereich investiert Nokia derzeit auch einiges in den Bereich Desktop-Suche, eine adaptiert Version von "Tracker" soll in Maemo 5 integriert werden.

Kamera

Zu den weiteren bekannten Hardware-Details der fünften Hardwaregeneration gehören eine schnellere CPU aus der OMAP3-Serie sowie eine hochauflösende Kamera. Nokia verspricht dabei DVD-Qualität für die Videoübertragung. Allgemein soll sich die Entwicklung von Maemo weiter öffnen, so will man etwa künftig die Treiber für WLAN und das Power Management freigeben. Wann es die neue Generation der Internet Tablets geben wird, ist hingegen ein Thema, über das sich Nokia derzeit noch ausschweigt. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 22.09.2008)

  • Bilder von kommenden Internet Tablets gibt es noch keine, hier die aktuelle Generation: Das Nokia N810 WiMax
    foto: wired

    Bilder von kommenden Internet Tablets gibt es noch keine, hier die aktuelle Generation: Das Nokia N810 WiMax

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