Protest in Schiiten-Stadt Kerbela gegen Abberufung des Polizei-Chefs

22. September 2008, 09:57
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Regierung soll Entscheidung rückgängig machen - Zwei Soldaten im Irak getötet

Bagdad/Kerbela - In der irakischen Pilgerstadt Kerbela (Kerbala) haben am Montag mehr als 5.000 Menschen gegen die Abberufung des Polizeichefs der Stadt protestiert. Die Demonstranten forderten die Regierung auf, ihre Entscheidung rückgängig zu machen, General Raed Shakir in die Stadt Bakuba zu versetzen. Shakir habe Kerbela sicher gemacht und müsse deshalb bleiben. Der Polizeikommandant selbst sagte, er habe weder mit seiner Versetzung noch mit den Protesten etwas zu tun: "Ich diene dem Staat wie ein Soldat."

Die Stadt Bakuba nordöstlich von Bagdad gehört zu den gefährlichsten Orten im Irak. Seit Jahren versuchen US-Truppen, irakische Sicherheitskräfte und sunnitische Bürgerwehren vergeblich, den Al-Kaida-Terroristen in Bakuba das Handwerk zu legen.

Die US-Armee berichtete unterdessen, ein amerikanischer Soldat sei am Sonntag während einer Patrouille in Bagdad erschossen worden. Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak meldete, in der nördlichen Stadt Mossul sei am Sonntag ein irakischer Soldat getötet worden. (APA/dpa)

 

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