Bester Boulderer im Vorstieg gut genug

21. September 2008, 19:09
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Kletter-Weltcup: Lama siegt, Ernst belegt Rang zwei

Imst - Boulder-Europameister David Lama sorgte beim Kletter-Weltcup in Imst für einen Heimsieg. Wohlgemerkt nicht im Bouldern, sondern im Vorstieg - so gesehen kam der Erfolg des 18-jährigen Tirolers recht überraschend. Lama übertraf den Spanier Ramón Julián Puigblanque quasi um eine Handbreit, sagte: "Ich habe für den Vorstieg nur dreimal in der Halle trainiert. Aber die langen Alpintouren und die Maximalkraft vom Bouldern haben sich optimal ergänzt." Im Prinzip konzentriert sich der Sohn eines nepalesischen Bergführers und einer Tirolerin auf den Boulder-Weltcup, in dem er die Führung innehat. In Imst verwies er Puigblanque und den Kanadier Sean McColl auf die Plätze, der zweite Österreicher im Neuner-Finale, Jakob Schubert, landete an der siebenten Stelle.

Bei den Damen mischte die 15-jährige Johanna Ernst bis zum Schluss in der Entscheidung mit. Nach zwei Siegen in den bisherigen drei Weltcups belegte sie diesmal hinter der Slowenin Mina Markoviæ Rang zwei. Dabei hatte sich die Innsbruckerin schon beim Aufwärmen eine Muskelzerrung im linken Oberarm zugezogen. "Ich habe die Zähne zusammengebissen", sagte Ernst. "Bei der letzten Route habe ich am Ende nicht mehr weitergewusst." Dennoch verhinderte sie einen slowenischen Doppelsieg durch Markoviæ und Maja Vidmar, die Dritte wurde. (DER STANDARD, Printausgabe, Montag, 22. September 2008, fri)

 

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