Styria könnte nach Kroatien ziehen

21. September 2008, 18:50
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Laut Styria-Chef Horst Pirker gebe es sowohl aus Wien als auch aus Zagreb sehr interessante Offerte für die neue Zentrale des Konzerns

Graz - Eine Abwanderung der Headquarters des Medienkonzerns Styria aus Graz beschäftigt nun auch den Grazer Gemeinderat. In einer Anfrage an VP-Bürgermeister Siegfried Nagl wollte die Grazer KPÖ wissen, wie ernst neuerliche Meldungen über solche Pläne zu nehmen seien, denn: "Es geht auch um Arbeitsplätze."

In seiner Anfragebeantwortung bestätigte Nagl, dass es nicht nur Überlegungen gebe, die Konzernzentrale nach Wien zu verlegen, sondern neuerdings auch mit Zagreb (der Styria gehört neben Kleine Zeitung, Presse und Wirtschaftsblatt auch die kroatische Veèernji list) "intensive Verhandlungen" geführt werden. Nagl habe dieser Tage selbst beim Chef der Styria Medien AG, Horst Pirker, nachgefragt. Nach dessen Auskunft gebe es sowohl aus Wien als auch aus Zagreb sehr interessante Offerte.

Der KP-Gemeinderat Herbert Wippel ärgert sich im Gespräch mit dem Standard, immerhin sei die Stadt dem Konzern weit entgegengekommen, "um dem Unternehmen einen Neubau in sehr attraktiver Lage zu ermöglichen". Der Bau nahe der Grazer Messe könnte nun in redimensionierter Form oder geteilt mit einem anderen Unternehmen realisiert werden. Seitens der Styria war niemand für ein Statement erreichbar. (Colette M. Schmidt/DER STANDARD; Printausgabe, 22.9.2008)

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    Styria-Chef Horst Pirker grübelt noch über den neuen Standort seines Konzerns.

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