EADS-Hilfe für Kärnten

21. September 2008, 16:21
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SPÖ argwöhnt, dass Jörg Haider damit gekauft wurde

Wien/Klagenfurt - Vom Eurofighter haben die Kärntner wenig - die Gegengeschäftsverhandlungen der Jahre 2002 und 2003 haben sich zerschlagen. Geld von EADS, dem Mutterkonzern des Eurofighter-Herstellers, ist dennoch an den Wörthersee geflossen.

Im Rahmen der Gegengeschäfte hat sich EADS bereiterklärt, vier Millionen Euro bereitzustellen: "Hierfür wurde eine Stiftung nach österreichischem Stiftungsrecht mit dem konkreten Stiftungszweck gegründet, Technologieprojekte und Investitionen in Forschung und Entwicklung in Kärnten zu unterstützen" , erklärte am Wochenende das Büro von Landeshauptmann Jörg Haider. Diesem war von der Landtagsopposition vorgeworfen worden, er habe sich (nach ursprünglicher Gegnerschaft zum Flugzeugkauf) vom Eurofighter-Hersteller einkaufen lassen.

"Aus der Stiftung wurde etwa der Lakeside Park mit einer Million unterstützt, womit der Aufsichtsrat des Lakeside Parks auch befasst wurde und wozu sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates, auch die Vertreter von SPÖ und ÖVP, ihre Zustimmung gegeben haben. Folglich entbehren Behauptungen, es handle sich um Schmiergeld, jeder Grundlage" , erklärte BZÖ-Generalsekretär Stefan Petzner.

Die SPÖ mag das nicht auf sich beruhen lassen. Sie verlangt "vollinhaltliche Information" über die Geldflüsse. (red/DER STANDARD Printausgabe, 22. September 2008)

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