EU-Mission gegen Piraterie vor der Ostküste Afrikas

21. September 2008, 13:44
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Deutsche Fregatte soll sich am Kampf gegen Piraterie beteiligen - Verteidigungsminister Jung erwartet Beginn der EU-Mission noch vor Ende des Jahres

Berlin - Auch die deutsche Bundeswehr wird sich voraussichtlich mit einer Fregatte am Kampf gegen die Piraterie vor der Ostküste Afrikas beteiligen. Verteidigungsminister Franz Josef Jung sagte laut "Stuttgarter Zeitung" am Rande eines Sicherheitskongresses in Minden, er rechne mit einem Beginn der geplanten EU-Mission gegen Piraterie noch vor Ende des Jahres. Vorgesehen sei die Entsendung von insgesamt drei Fregatten mit Beibooten. "Ich gehe davon aus, dass von uns der Einsatz einer Fregatte erwartet wird."

Zahlreiche Überfällen auf deutsche und andere europäische Schiffe

Nach zahlreichen Überfällen auf deutsche und andere europäische Schiffe hatten die Außenminister der 27 EU-Staaten am Montag beschlossen, eine EU-Mission gegen Piraterie vorzubereiten. In einem ersten Schritt soll in Brüssel ein Koordinationsbüro eingerichtet werden, um die von einzelnen EU-Staaten bereits begonnenen Patrouillen besser zu verzahnen. Die deutsche Marine ist bereits am Horn von Afrika präsent, sie wird dort aber ausschließlich im Rahmen des US-geführten Anti-Terror-Kampfes eingesetzt.

Jung sagte in Minden laut "Stuttgarter Zeitung", die Piraterie vor den Küsten Somalias und Kenias gefährde den freien Seehandel und sei nicht mehr hinzunehmen. "Mehr als 80 Prozent unseres Handels gehen über See." Wenn die EU ein Mandat beschließe, "sollten wir unseren Beitrag leisten". (APA/AP)

 

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