Faymann wünscht sich Schmied als Finanzministerin

20. September 2008, 21:20
154 Postings

SP-Spitzenkandidat will nach der Wahl das Finanzressort für seine Partei - VP-Missethon: "Gefährliche Drohung"

Wien - SPÖ-Spitzenkandidat Werner Faymann plant offenbar schon die Besetzung der Regierungsämter nach der Wahl. "Meine Wunschvorstellung ist es, als Kanzler auch wieder das Finanzressort zu besetzen. Und dafür habe ich eine klare Wunsch-Kandidatin: Claudia Schmied", sagte er in der Tageszeitung "Österreich". ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon bezeichnete diesen Wunsch als "gefährliche Drohung für die Geldbörsel der Österreicher".

Faymann erklärte, die derzeitige Bildungsministerin als Nachfolgerin von Finanzminister Wilhelm Molterer wäre ein "wunderbares Signal für neue Dynamik": Sie könnte das Finanzministerium "aus der Molterer-Blockade lösen wie die Bildung aus der Gehrer-Blockade".

Für Missethon wird damit "immer sichtbarer", dass es Faymann nur "um Macht und Posten" gehe. Ein SPÖ-Finanzminister wäre eine "Rückkehr zur sozialistischen Misswirtschaft, die wir eigentlich längst überwunden haben", meinte er in einer Aussendung. Fakt sei, dass die österreichischen Steuerzahler noch heute "jedes Jahr sieben Milliarden allein an Zinsen für die Schulden der sozialistischen Ära roter Finanzminister" zurückzahlen würden. Die rote "Unfähigkeit in Wirtschaftsfragen" könne man außerdem an den "überbordenden Wahlversprechen Faymanns" erkennen. (APA)

 

Share if you care.