Stimmen: "Schieße jedes Tor gerne"

19. September 2008, 23:40
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Sturm Graz - Salzburg

Franco Foda (Sturm-Graz-Trainer): "Ich sage meinen Spielern immer, dass das Match erst dann aus ist, wenn der Schiedsrichter abpfeift. Salzburg war in der Chancenauswertung sehr effizient, das zeigt auch ihre große Klasse. Aber deswegen sind diese Spieler in Salzburg und werden dort gut bezahlt. Bei uns haben heute wieder sehr viele junge Spieler gezeigt, dass sie bereit sind. Mann muss mit diesen Spielern Geduld haben, und das habe ich auch."

Mario Haas (Sturm-Graz-Rekordtorschütze): "Ich schieße jedes Tor gerne. Ob es das 125. war oder nicht, das ist mir egal. Das Wichtigste ist, dass wir vor der Pause sehr gut gespielt haben und am Schluss noch den Ausgleich geschafft haben. Im Endeffekt war es ein glückliches Unentschieden, denn in der zweiten Hälfte waren die Salzburger sehr stark."

Co Adriaanse (Salzbzurg-Trainer): "Der erste Auswärtssieg in der Liga war bereits zum Greifen nahe. Für mich war das 2:2 eine Überraschung, denn bei so einem langen Ball muss eigentlich der Verteidiger im Vorteil sein. Aber leider wurde der Zweikampf verloren. Meine Spieler sind sehr erfahren, Dudic, Opdam und Kovac sind böse auf sich selbst. Dass wir wie in Sevilla ein spätes Gegentor kassiert haben, kann auch Zufall sein. Eigentlich habe ich mir heute gedacht, dass das Glück auf unserer Seite ist, aber das war es wieder nicht. Ob es im Verein Ruhe gibt, hängt nicht von einem Sieg oder einem Ausgleich in der letzten Minute ab."

Niko Kovac (Salzburg-Spieler): "Am Donnerstag ist uns das selbe passiert. Schön langsam muss ich mir Gedanken machen. So etwas darf uns nicht passieren. Wir sind alle gestandene Spieler mit internatonaler Erfahrung. Natürlich ärgert mich das und kotzt mich an. Wir hätten heute wichtige Punkte auf Rapid aufholen können und so haben wir es wieder nicht geschafft."

Kärnten - Kapfenberg

Frenkie Schinkels (Kärnten-Trainer): "Bis zum 3:0 waren wir sehr stark, dann hat sich Kapfenberg aufgegeben und die Räume aufgemacht. Wir haben schon lange nicht mehr so viele Tore geschossen, nicht einmal beim Training. Erst im nächsten Spiel am Mittwoch werden wir sehen, ob wir uns weiterentwickelt haben. Kapfenberg wird sich sicher anders präsentieren. Die haben einen Trainer, der den einen oder anderen auf den Mond schießt. Der beste Mann am Platz war Ortlechner, auch Weber hat im Mittelfeld eine hervorragende Kontrolle gezeigt."

Zu Adi: "Ich habe ihm die Möglichkeit gegeben, sich zu präsentieren. Auch bei uns hat er am Anfang einen Fehler gemacht, da habe ich ihm gesagt, das geht nicht, er kann die Koffer packen. Aber wenn er das versteht, dann hat er hier die Plattform, sich zu präsentieren. Mit Schumacher bin ich sehr zufrieden, Udine gibt uns die Möglichkeit, auch ihn in die Auslage zu stellen."

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Ich habe mit dem GAK in Innsbruck schon 0:7 verloren. Im Großen und Ganzen war es ein Lehrspiel. Manche Spieler haben nicht die Form gehabt, die sie schon gezeigt haben. Der Abwehr alleine möchte ich nicht den Schwarzen Peter zuschieben. Auch von der Offensive muss man mehr erwarten. Wir haben heute im Kollektiv versagt. Die größten Fehler haben wir beim Umschalten von der Offensive auf die Defensive gemacht und ihnen auf den Außenbahnen zu viele Räume gegeben. Im Rückspiel am Mittwoch lautet die Devise Revanche. Da werden wir sehr viel ändern."

Altach - Austria

Urs Schönenberger (Altach-Trainer): "Wir hatten abgemacht, geduldig zu spielen. Das haben wir aber nicht gemacht, und dafür wurden wir bestraft. Das Tor hätte ohne Probleme verhindert werden können. Mit ein bisschen Glück hätten wir den verdienten Ausgleich erzielen können, wir haben den Ausgleich gesucht und alles gegeben. Ich sehe auch positive Dinge, wir fahren jetzt nach Wien und wollen dort Punkte holen. Es wird schwer, aber wir glauben an uns. Ich hoffe, dass irgendwann das Erfolgserlebnis kommt.

Bei Ailton hat man gesehen, dass es auch für ihn nicht einfach ist, wenn er bei diesem Spielstand eingewechselt wird. Aber hätte er ein bisschen mehr Kaltschnäuzigkeit gezeigt, dann hätte er den Ausgleich gemacht, und dann wäre er jetzt der König. Wir geben ihm die notwendige Zeit, er arbeitet hart an sich, und das wird sich auszahlen."

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Wenn man seine Spiele gewinnt, dann rückt man in der Tabelle automatisch nach oben. Am Mittwoch daheim gegen Altach haben wir die nächste Chance, weiter will ich gar nicht denken. Für mich ist es immer eine schwierige Entscheidung, wenn ich von den drei Stürmern spielen lasse. Ich weiß, was Bazina kann, er ist ein technisch hervorragender Spieler. Er hat das Tor sehr schön und abgeklärt gemacht und hat damit der Mannschaft sehr geholfen."

Mario Bazina (Austria-Torschütze): "Das war ein sehr wichtiges Spiel für uns, denn wir hatten die Chance, Rapid näher zu kommen. Dass wir das geschafft haben, ist entscheidend, nicht, wer das Tor geschossen hat. Wir haben das schwere Donnerstag-Spiel gegen Lech Posen gespürt, dadurch haben wir nicht so gut kombiniert. Aber die Mannschaft hat Charakter gezeigt und gekämpft."

LASK - Mattersburg

Andrej Panadic (LASK-Trainer): "Wir haben eigentlich die ganze Zeit über gut gespielt. Unser Problem in der ersten Hälfte war: Wir haben den Ball gut gehalten, ihn aber nicht nach vorne gespielt. In der zweiten Hälfte haben wir das besser gemacht. Natürlich ist das schade für Mattersburg, aber so ist das im Fußball. Der Ivo (Vastic, Anm.) hat eine Verletzung gehabt, und wir haben gesagt, dass es für ihn besser ist, auf der Bank zu sitzen. Ich bin auch glücklich für Markus (Weissenberger, Anm.), weil er drei Monate verletzt war.

Michael Baur (LASK-Verteidiger): "Ich will jetzt bescheiden bleiben, aber es war ein schönes Tor. Man sieht am Jubel der Mannschaft nach dem 2:1, dass uns allen ein Stein vom Herzen gefallen ist. In der ersten Hälfte ist das Spiel nicht so verlaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Der Trainer ist keiner, der auf die Mannschaft drauf haut - er hat uns in der Pause beruhigt und gemeint, wir sollen ruhigbleiben und schauen, dass wir besser ins Spiel kommen. Man hat gesehen, dass Weissenberger Schwung in unser Spiel gebracht hat. Jetzt heißt es hart weiterarbeiten. Von einer Krise wollte die Mannschaft nie sprechen. Das Cup-Ausscheiden kann man nicht mehr gut machen, diese Sache ist abgeschlossen."

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Natürlich bin ich enttäuscht. Wir waren sehr nahe zumindest an einem Punkt dran. Drei Punkte wären nicht verdient gewesen. Wir hätten die Konter und unsere Möglichkeit sauberer durchziehen müssen, dann hätten wir vielleicht den Punkt geschafft. Sonst kann ich der Mannschaft gar nichts vorwerfen."

Rapid - Ried

Peter Pacult (Rapid-Trainer): "In der ersten Halbzeit haben wir uns schwergetan mit diesem 3-6-1-System und keine Mittel zum Durchkommen gefunden. Auf den Flanken wurden wir gut zugestellt, und im Zentrum wurde das Kurzpass-Spiel verhindert. Das Tor in der
zweiten Hälfte brachte uns noch mehr unter Druck. Kujabi hat immer den Druck nach vorne ausgeübt. Ich rede dem Andi Dober auch immer ins Gewissen, dass er als Außenverteidiger mehr Offensivdruck machen muss. Man ist natürlich nie zufrieden mit einem Unentschieden zu
Hause."

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Nach dem Spiel bin ich mit dem Punkt nicht zufrieden. Wenn wir das zweite Tor machen, hätten wir für eine Überraschung sorgen können. Im physischen Bereich sind wir sehr gut gewesen, aber wir waren zu wenig konkret im Hinausspielen. In der
ersten Halbzeit hat uns Kavlak Riesenprobleme bereitet, in der zweiten dann Hofmann." (APA)

 

 

 

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