"Leichtes Erdbeben" in Wien-Liesing entpuppte sich als Fliegerbombe - mit Video

20. September 2008, 10:25

Unterirdische Explosion in Gärtnerei - Arbeiter fand Krater in der Früh

Wien - Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Freitagabend eine Gärtnerei in der Meischlgasse 38 in Wien-Liesing verwüstet. Laut Willibald Berenda, Leiter des Entschärfungs- und Entminungsdienstes des Innenministeriums, handelte es sich vermutlich um einen 250-Kilo-Sprengkörper, der mit einem Säurezünder versehen war. "Etwas anderes kann es gar nicht gewesen sein", sagte Berenda Samstagmittag der APA. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, die Gärtnerei ziert allerdings ein 14 Meter breiter und sechs Meter tiefer Krater.

Detonation in den Abendstunden

Der Sprengkörper ging laut Oberstleutnant Robert Klug von der Kriminaldirektion 1 (KD 1) in den Abendstunden hoch. Die Erschütterungen wurden von vielen Personen wahrgenommen und lösten Sorge aus. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hatte die Explosion der Fliegerbombe daraufhin zunächst als leichtes lokales Erdbeben ohne messbaren Magnitudenwert eingestuft. Die Feuerwehr sprach in der Früh von einem dumpfen, explosionsartigen Knall, der für Verwirrung gesorgt habe. Anrainer hätten ausgesagt, sie hätten Erschütterungen gespürt.

Der Besitzer der Gärtnerei befand sich zum Zeitpunkt der Explosion in seinem etwa 100 Meter entfernten Wohnhaus. Er bemerkte einen dumpfen Knall und ging vor die Tür, um nachzusehen, was los war. Den Krater sah er jedoch nicht. Erst in der Früh entdeckte ein Mitarbeiter der Gärtnerei den ziemlich ausgedehnten Bombentrichter auf freiem, wenngleich bepflanztem Gelände.

Die Bombe dürfte laut Berenda 1944 oder 1945 abgeworfen worden sein und sich etwa drei Meter ins Erdreich gebohrt haben. "Aus irgendeinem Grund hat der Säurezünder nicht ausgelöst", so der Experte. Vermutlich dürfte letztendlich das Plättchen kollabiert sein, dass den Schlagbolzen halten sollte. So dürfte der Mechanismus ausgelöst haben. (APA)

 

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 64
1 2
Tja, das wird wohl nicht die letzte gewesen sein...

Ich erinnere mich an Zeiten, da war es modern, mit Metallsuchgeräten durch die Gegend zu rennen um auf "Schatzsuche" zu gehen...Da wurden einige solcher Granaten gefunden;

So z.B. am Eichkogel in Mödling - heute Naturschutzgebiet und beliebtes Ausflugsgebiet, früher Flak-Stellung. In den Schützengräben wurde einiges an Kriegsmaterial einfach reingeschmissen, Erde oben drüber - da "schlummert" einiges knapp unter der Oberfläche, hat aber bis heute keinen Menschen je so richtig interessiert;

...Sollte villeicht ein Mail an die Mödlinger Grünen schreiben, vielleicht bewegt sich dann was und das Gelände wird einmal gesäubert....andererseits, das kostet sicher wieder zuviel, also am besten drüber schweigen - wird schon nichts passieren...

vom unkrautzupfen ist der gärtner fürs erste entlastet

:))))))))))

Ich fall´ vom Glauben: Sogar hier pissgelbe Wörter!

"...Plättchen kollabiert sein, dass den Schlagbolzen halten sollte.."

Zum Glück gibt es seit der "Rechtschreibreform" keine "daß"- Fehler mehr.
Hört man doch immer.

Man sollte nach DNA Spuren suchen

Bin sicher der Taeter war ein Maulwurf. Den hat es wahrscheinlich beim "Schlafengehen" in der Luft zerrisssen

Ein Schläfer sozusagen ;)

rasensprenger.

ein netter link dazu:

http://tinyurl.com/4rj66j


damit ist auch der mähr, dasss die allierten nie befreundete staaten mittels bomben terrorisiert haben, aufgeräumt.

typisches flachwurzler statement.

"The Fortress at Vijfhuizen was constructed before 1900 and is one of the earliest fortresses in the defence line. Its role was described as: ‘To close and defend the access, which is formed by the Ringvaart canal and the dike around the Haarlemmermeer polder, the Spieringweg road and the dry stretch of land along the western border of the Haarlemmermeer polder’. The fortress at Vijfhuizen was built using unfortified concrete according to the Model A type (figure 2). It has a large main building with two wings connected to a smaller front building by a corridor called 'Poterne'. The main building consists of a series of interconnected quarters for soldiers or officers. Two gun posts with artillery were constructed to defend the flanks of the fort, in addition heavy artillery in two large gun turrets protected the front. >>>In the Second World War, the Germans added a third gun turret.<<<<<"

http://www.kunstfort.nl/content/b... ry/38/155/



alemanne,

der mähr ? und sonst geht es ihnen gut ? mir wird schlecht.

Für sie haben das die ganzen Zivilisten in beispielsweise Dresten verdient gell?

a) die Stadt heisst Dresden

b) verursacherprinzip.

c) aufrechnen nach 60 jahren ? lächerlich

Zuerst den totalen Krieg wollen und anschließend jammern, wenn er da ist.

Tresten!

Tresterbrand, sehr richtig.

gell, gell;

wenn einzelne sätze ausreichen würden um komplexere themen zu beschreiben, würden
wahlwerbungen nicht anders aussehen.

wer verdient den tod?

gerade in diesem bestialischsten aller von unmenschen vom zaun gebrochenen gemetzel, dem zweiten weltkrieg, ist der prozentsatz der opfer die den tod "nicht verdient" haben, sicherlich historisch am höchsten.

die zivilen verluste der sowjet union alleine sind noch immer nicht gesichert - hier gibt`s angaben in der höhe von fünfzig millionen. der holocaust hat keinesgleichen in der unmenschengeschichte.

meine (deutsche) großmutter ist mit sechs kindern von breslau über dresden richtung franken geflüchtet. die einzige erzählung aus dem krieg war ihr dresden erlebnis.
in der nacht des großen brandbombardements waren sie schon auf anhöhen westlichen von dresden. die nacht wurde zum tag und von ihrem standpunkt 20/30 km entfernung, war ein derartiger luftzug zur stadt hin, das der staub der straße in diese richtung flog.

auf meine frage, was sie empfand sagte sie ganz einfach: "trauer".

auf meine frage, wem sie die schuld gebe:

"dem hitler."

gell?!

Und was unterscheidet ihr Posting von meinem?

Nix!

Säurezünder stellen ein nicht unerhebliches Problem dar!


Bei diesem Typ Zünder ist es nicht die Frage OB sie irgendwann doch noch zünden, sondern bloß WANN!

Gerade in jetzt dicht bebauten Gebieten wurden tausende abgeworfen (zb. HBf Graz) und Blindgänger gab es genug! Anhand von "Vorher-Nachher" Luftbildaufnahmen kann man sie heute in etwa lokalisieren. Allerdings drückt sich jeder um die Entsorgung dieser "nostalgischen Erinnerungen" und so bleibt meist der heutige Grundbesitzer auf diesen Relikten sitzen! Die Kosten für die Freilegung der Bomben sind enorm und erst anschließend ist der Entminungsdienst zuständig!

Eine Lösung währe dringend notwendig, denn es wird nicht immer so glimpflich ausgehen!

eines dieser Gebiete ist das ehemalige Nordbahnhofgelände im 2. Bezirk. Die Behörde
hat hier bereits Baugenehmigungen vergeben, obwohl der Verdacht auf Blindgänger besteht. Die Bewohner des neuen Stadtteils sind nicht zu beneiden.

erdbeere entpuppt sich als fliegerbombe

ja, auch ich bin...

...zutiefst erschüttert! Aber die ZAMG hat nichts registriert...

""Erdbeben entpuppt sich als Fliegerbombe...""
Das muß man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen.

und nicht den zucker auf den erdbeeren vergessen

sonst neutralisiert sich der säurezünder nicht
;o)

Der außerdem in Wirklichkeit mit Aceton gefüllt war

welches Zelluloid langsam auflöst.
Aber Zucker würde bekanntlich auch keine Säure neutralisieren.

..das haben wir den lieben amis zu verdanken! die solln eigentlich dafür blechen.

Posting 1 bis 25 von 64
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.