"Kein russisches Roulette"

19. September 2008, 19:33

Londoner Strategie-Institut stellt Osterweiterung der Nato infrage - "Launenhaftes" Russland

Der Krieg im Kaukasus stellt die Erweiterung der Nato infrage, weil sich Georgien "unverantwortlich" verhalten hat. Zu diesem Schluss kommen die Experten des renommierten Londoner Internationalen Instituts für Strategiestudien (IISS) in ihrem neuen Jahresbericht. Das westliche Bündnis müsse genauer definieren, welche Interessen gegenüber Russland es verteidigen wolle, sagte IISS-Direktor John Chipman: "Die Expansionspolitik der Nato darf nicht zum russischen Roulette werden."

Kritik an Georgien

Zwar sei Russlands Vorgehen gegen die frühere Sowjet-Republik, so Chipman, "unverhältnismäßig, übertrieben und rachsüchtig" gewesen, aber: "Georgien hat den Krieg um Südossetien begonnen, obwohl die Bush-Administration eindeutig davor gewarnt hatte." Deshalb sei die Frage legitim, ob Georgien ein verantwortungsvolles Mitglied der westlichen Gemeinschaft sein könne.

Eine Pause im Nato-Erweiterungsprogramm sei in Europas Interesse, glaubt Chipman: "Europa sollte Amerika dazu auffordern, weniger nostalgisch und mehr strategisch zu denken." Das vor 50 Jahren in London gegründete Institut tritt traditionell für enge transatlantische Beziehungen und für die Prioritäten der Nato ein. Die erstaunlich klaren Warnungen vor einer Aufnahme Georgiens in die Verteidigungsallianz laufen hingegen der offiziellen Nato-Politik zuwider. Das Bündnis hatte im Frühjahr sowohl Georgien als auch der Ukraine eine Aufnahme in Aussicht gestellt und dies seit dem Konflikt bekräftigt.

Die Londoner Experten sehen keinen zweiten Kalten Krieg am Horizont: Er werde von beiden Seiten nicht gewollt, auch lohne sich der Einsatz nicht. Allerdings, sagt Chipman, sei der Umgang mit Russland derzeit "extrem schwierig: Russland hat seinen Missmut zu einem Instrument der Außenpolitik gemacht, trifft Entscheidungen nach Laune, nicht nach strategischen Interessen."

Die angeblichen Differenzen zwischen Präsident Dmitri Medwedjew und Premier Wladimir Putin hält IISS-Expertin Oksana Antonenko für übertrieben: "Die sind sich einig, aber Putin hält die Zügel in der Hand." Drastischer äußert sich ein britischer Beobachter der russischen Militär- und Außenpolitik gegenüber dem Standard: "Medwedew hält den Mund, weil er am Leben bleiben will." (Sebastian Borger aus London/DER STANDARD, Printausgabe, 20./21.9.2008)

 

 

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Michael Völler 
03.10.2008 12:27
Uboot-Einsätze in den Kaukasischen Tälern..... oder neues von unseren paranoiden Nachbarn.....

Geplant sei der Serienbau von Kriegsschiffen, „in erster Linie von atomgetriebenen Unterwasserkreuzern mit Flügelraketen und Mehrzweck-U-Booten“. Im Übrigen müssten die Streitkräfte mit völlig neuen High-Tech-Waffen ausgerüstet werden. „Die Armee marschiert ins 21. Jahrhundert“, freute sich eine Moskauer Zeitung.

Begründet werden diese Pläne mit dem Augustkrieg gegen Georgien, den die russische Führung in Anlehnung an den Terroranschlag auf die New Yorker Twin Tower zu ihrem „11. September“ hochstilisiert hat.
http://www.welt.de/politik/a... chlag.html

Michael Völler 
03.10.2008 11:41
...ich finde es immer wieder schön.....

....wie hier Mosakus 5.Kolonne Ihre Thesen uns aufzuzwingen versucht, auch wenn se noch so abstrus sind. Fakt ist Russland hat sich in der Weltgemeinschaft vollkommen isoliert und kann und will das irgenwie nicht einsehen

Der Alte vom Berge
08.10.2008 03:44
Radio Saakaschwilli...

...berichtet. ^^

Michael Völler 
08.10.2008 11:55
jetzt entäuschens mich mit jedem Post mehr.....

.....gehen Ihnen jetzt wirklich die Argumente aus ..... oder isses einfach nur noch purer Fraust, dass die Herren in Moskau mit Ihrem Fingerspitzengefühl jedes Ihrer Potemkinschen Dörfer einreißen, dass Sie hier so müsam aufbauen?

tramtatam
03.10.2008 14:43
... und ich finde es immer wieder schön.....

....wie hier Radio Saakaschwilly ihre gegen-Thesen uns aufzuzwingen versucht, auch wenn sie noch so abstrus sind. ^^ :o)

Veniamin Kostitsin-Teterin II  
22.09.2008 12:29
nato und ihr puppenspieler usa sind das weltweit grösste sicherheitsrisiko

nato ist seit 1990 der hauptkriegstreiber und für die meisten konflikte unserer zeit verantwortlich.

angriffskrieg gegen serbien

angriffskrieg gegen irak mit erlogenen begründungen vor der vollversammlung der un.

afghanistan

pakistan

georgien

wie lange noch darf das passieren ?

Michael Völler 
03.10.2008 11:38
...also nach dem brutalen Überfall und der Plünderung Georgiens.......

......sind Ihre Aussagen aber schon ein ziemlicher Hohn für die vergewaltigten georgischen Frauen und Kinder und die 300.000 Vertriebenen durch Moskaus Friedensengel?????? ..... kann das sein dass sich da ein Boch zum Gärtner macht...... Beslan liegt übrigends in Nord-Ossetien und Tschetschenien neben an.... oder war das auch die Nato?

Veniamin Kostitsin-Teterin II  
03.10.2008 14:02
niemand hat georgien überfallen

lesen sie mal zeitung.

Michael Völler 
03.10.2008 14:52
nönö, die waren zum Urlaub da.....

...aber denkens sich nix, irgend so ne Marionette von Moskaus Gnaden hat bei uns auch schon mal erklärt, dass dieser "Niemand" auch keine Absicht hatte ne Mauer zu erbauen.... ;-))))))

Der Alte vom Berge
19.09.2008 23:05
Die Antwort des "Westens"...

...auf den zuletzt gesetzten Zug sollte sich an dem als "launisch" bezeichneten Schritt orientieren der nichts anderes ist als der direkte Einfluss einer Persönlichkeit. Strategische Interessen über Parameter der Logik durchsetzen zu wollen funktioniert nicht mehr sobald der "Spielpartner" beginnt seine Handlungen zu emotionalisieren. Durch das Einlenken der NATO öffnet sich in eine Richtung zum Konsens in Europa, doch verengt sich der Weg zum Dialog nach wie vor an der starren Haltung [der sich noch im Amt befindlichen Regierung] in den USA. Es ist hoch an der Zeit aus überholten Schablonen auszubrechen, gemeinsam auf DIESEM Kontinent Neues zu schaffen und den Hemmschuh USA fallen zu lassen. Europa war lange genug "Dankbar", ned wahr ? ^^

Michael Völler 
09.10.2008 01:17
...netten Dialog, den Sie da einfordern....

....der erinnert mich so an den Dialog, den Russland seinerzeit mut Dubceck führte....ned wahr ;-)

diamant  
20.09.2008 10:59
Ich erkenne und erkannte bislang nichts von dieser

'Dankbarkeit'.....

Das reservierte Verhalten der Europaeer gegenueber den USA und ihres Engagements am Kontinent ist so alt wie eben dieses.....

DieBo
21.09.2008 19:00
Gestern sind in Deutschland ebensoviel Deutsche Opfer einer Bombe geworden wie in Islamabad. Es handelte sich um eine US Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg.

Dafür sind wir sehr dankbar.

Michael Völler 
03.10.2008 15:14
..nana.....also diese Zerstörung unserer Städte war zwar auch nicht ganz vom Völkerecht

gedeckt.......aber im Vergleich zu unserem ideologischen Rassekrieg in Polen und Russland und unserer fabrikmässigen Vernichtung fast zweier Völker ....haben wir da auch ziemlich viel Bonus verspielt, für uns da zu viel Mitleid einzufordern. Zumal ich für meine Warte mich lieber 45 von den Amis von unserem Schickelgruber befreien hab lassen, als von den Russen ....... und bin da auch froh drum, da mir bei dem Gedanken eines Deutschen Sieges im WW2 noch gruseligere Vorstellungen durch den Kopf schießen, was da in manchen kranken Hirnen noch so hätte wachsen können

hellwyr
20.09.2008 23:31

sie sollten sich mal überlegen wieso die U.S.A im 1. und 2. WW und nachkriegszeit geholfen hat... dann können sie feststellen dass hat nichts mit nächstenliebe zu tun sondern mit wirtschaftlichem und strategischem Kalkühl..
Und damals ist damal jetzt ist jetzt, wir leben in einer anderen zeit mit einer anderen welt..., politik hat ncihts mit emotionen zu tun....

Michael Völler 
09.10.2008 01:20
...das mag schon sein....

...aber ich denke, dass das trotzdem nicht unser Schaden war.......andererseits zahlen die von unseren russischen Freunde befreiten Deutschen heute noch die Zeche und unser Aufbau Ost, wird sich noch Jahrzehnte hinziehen.

procontra
19.09.2008 22:18
Wollen Sie etwa die Ukraine und Georgien in der EU?

Zum Einen gehören die nicht zu Europa, also spricht schon mal das dagegen.
Zum Anderen ist die überwiegende Mehrheit der Ukrainer für Russland und eine verstärkte Anbindung an Russland.
Ein kriegsverbrecher mehr, nach den Briten in der EU mit Saakashvili? Graust Ihnen vor gar nichts?

Michael Völler 
03.10.2008 15:16
...soso....schauen mal in die Landkarte......

also da sind aber weite Teile Georgiens noch in Europa........ und die Kultur, geht bis in die Antike mit der Europäischen einher...... aber bei Ihren Einlassungen hier wundert mich das nicht, dass Sie das nicht wissen

Joseph EU  
30.09.2008 17:53
Der schlaue proundcontra....

Die Mehrheit der Ukrainer für Anbindung an RU und gegen die EU ???Wenn sogar Janukowisch (der Russenknecht) in die EU strebt hat das wohl nichts mit Anbindung zu tun, allerdings stimmt bei Abchasien und Südossetien musste er sich wieder mal ins Putinsche Rektum begeben...

Lamazi Gogo
20.09.2008 12:19

Woher wissen Sie denn so genau, dass Georgien nicht in Europa liegt?

GG22
21.09.2008 08:30
Aber interessant ist es

Für diejenigen, für die Georgien mitten in Europa liegt, die sind sich ganz sicher, daß die Türkei, obwohl viel weiter westlich, ein Teil Asiens ist.

Lamazi Gogo
21.09.2008 12:40

Wer sollen diese 'diejenigen' sein?

Yossarian
20.09.2008 20:26

Aserbaidschan und Georgien sind asiatische Länder. Steht in jedem Lexikon.

Ural und Kaukasus sind die Grenzen des Kontinents Europa.

http://de.wikipedia.org/wiki/Georgien

Lamazi Gogo
20.09.2008 23:53

Wenn Sie schon wikipedia zitieren, dann lesen Sie ihren Link bitte vorher gründlich durch:

"Europa hat im Osten gegenüber Asien keine eindeutige geographische oder geologische Grenze. Deshalb sind die ‚Grenzen Europas‘ eine Frage gesellschaftlicher Übereinkunft, eine geographische Definition Europas immer willkürlich." http://de.wikipedia.org/wiki/Europa

GG22
21.09.2008 08:28

Dann gehört China also auch zu Europa?

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