Jürgen Melzer, Wimbledonsieger

19. September 2008, 14:50
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Klingt gut - aber nach dem ersten Tag im Duell mit den Briten steht es 1:1 - Melzer schlägt Bogdanovic, Peya gegen Murray chancenlos

London - Alexander Peya, man muss es sagen, hatte seine Chancen. Zwei Chancen, um genau zu sein. Die erste vergab er im ersten Satz, als ein Rebreak möglich schien. Die zweite vergab er im dritten Satz, als er per Break auf 3:4 verkürzte, aber gleich wieder seinen Aufschlag abgab. Und so hieß es 6:4, 6:1 und 6:3 für Andy Murray, die Nummer 4 der Welt. Und so heißt es in Wimbledon nach dem ersten Tag im Daviscup-Weltgruppen-Playoff zwischen Großbritannien und Österreich 1:1.

"Es war nicht irgendjemand, gegen den ich hier gespielt habe. Er hat mich gleich zu Beginn gebreakt, dann immer hinterherzulaufen, macht es nicht einfacher. Man weiß nie, was zu erwarten ist, und er kann auch alles.", lautete Peyas Kommentar

So weit, so gut und alles nach Plan. Zuvor hatte Jürgen Melzer gegen Alex Bogdanovic zwar mehr Probleme, als ihm lieb war, aber in vier Sätzen nach 2:35 Stunden doch die Oberhand behalten - 3:6, 7:6 (3), 6:2, 6:1. "Schlüssel zum Sieg war der zweite Satz" , sagte Melzer, er war bereits mit 1:4 zurückgelegen, schaffte aber das Rebreak. Bogdanovic zeigte zunächst Nerven und später auch konditionelle Probleme.

Melzer steht gemeinsam mit Jürgen Knowle wohl auch am Samstag (14 Uhr, ORF Sport Plus) auf dem Einser-Platz in Wimbledon, wo zum elften Mal seit dem Zweiten Weltkrieg Daviscup gespielt wird. Knowle und Melzer werden es laut Aufstellung mit Murrays Bruder Jamie und Ross Hutchins zu tun bekommen, freilich kann sich diese Aufstellung ändern. Knowle geht davon aus, dass auf der anderen Seite des Netzes beide Murrays stehen. Im Doppel rechnen sich die Österreicher durchaus Chancen aus, es dürfte entscheidenden Charakter haben. Zumindest einen Punkt trauen sich die Österreicher auch am Sonntag (12, ORF Sport Plus) zu, wenn Melzer gegen Murray beginnt und Peya (wahrscheinlich) gegen Bodanovic finalisiert.

Zaungast und Daumendrücker in Wimbledon ist übrigens Stefan Koubek, nach einer Bandscheibenoperation rekonvaleszent. Warum er sich den Trip angetan hat? "Man wird es nicht glauben, aber der Daviscup interessiert mich wirklich. Ich finde es geil, dass in Wimbledon gespielt wird." (APA, fri - DER STANDARD PRINTAUSGABE 20.9. 2008)

 

 

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    Melzer brachte Österreich in Führung.

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