Ewiger Klassiker: Bayern vs. Bremen

19. September 2008, 13:50
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Prödl, Harnik bei Gästen wohl wieder nur in Zu­schauerrolle - Fuchs gastiert mit Bochum beim torlosen Schlusslicht Cottbus - Hoffenheim mit Özcan, Ibertsberger gegen Dortmund

München - Meister Bayern München empfängt am Samstag (15.30 Uhr/live ATV) in der fünften Runde der deutschen Bundesliga seinen Vize Werder Bremen. Während die Münchner nach Maß in die Champions-League-Gruppenphase gestartet (1:0 bei Steaua Bukarest) und auch in der Meisterschaft auf Rang zwei liegend noch ungeschlagen sind, verlief der Saisonstart für die Truppe der beiden ÖFB-Teamspieler Sebastian Prödl und Martin Harnik - mit fünf Zählern in der Meisterschaft und einem enttäuschenden Heim-0:0 gegen Rapid-Bezwinger Anorthosis Famagusta  - nicht nach Wunsch.

Vor allem die Abschlussschwäche der Bremer Stürmer war gegen die Zyprioten eklatant, sowohl Claudio Pizarro als auch Markus Rosenberg und das eingewechselte Duo Boubacar Sanogo und Hugo Almeida (der wegen Rückenproblemen genauso wie Daniel Jensen fraglich ist) ließen Großchancen ungenützt. Trotz dieser Tatsache wird der österreichische Offensivspieler Harnik genauso wie Innenverteidiger Prödl das Topspiel wohl neuerlich nur von der Bank aus verfolgen dürfen.

Speziell für Zugang Pizarro ist es gegen seinen Ex-Club (genauso wie für Tim Borowski) eine besondere Partie. "Wir stehen in der Tabelle nicht so gut da und brauchen die Punkte. Das Spiel gegen die Bayern ist die Chance, unsere Situation entscheidend zu verbessern", sagte der Peruaner. Der 29-Jährige ist sich auch durchaus bewusst, dass "ich noch ein paar Schwierigkeiten habe, weil mir die Spielpraxis fehlt", glaubt aber auch an eine erfolgreiche Zukunft. "Ich bin optimistisch, dass es bald besser wird", betonte der Ex-Chelsea-Stürmer.

Der Meister und Cupsieger aus München hat jedenfalls durchaus Respekt vor den Bremern. "Sie werden nicht mit hängenden Köpfen kommen, wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen", versicherte Bayerns-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Unabhängig davon ist die Elf von Coach Jürgen Klinsmann siegessicher. "Das wird wie ein Champions-League-Spiel. Da gibt es keine Punkte für Bremen", prophezeite Daniel van Buyten, Schütze des Siegtreffers der Münchner in Bukarest.

Bremer arg gehandicapt

Das Comeback von Franck Ribery im Bayern-Dress muss vertagt werden. Wie Klinsmann am Freitag mitteilte, muss der Franzose drei Monate nach seiner auskurierten Fußverletzung wegen einer im Training erlittenen Muskelverhärtung passen. "Eigentlich wäre es kein Problem, aber ein kleines Risiko ist immer da. Wir wollen das in Ruhe angehen und planen für Mittwoch (zweite Cup-Runde daheim gegen Nürnberg) mit ihm", sagte Klinsmann.

Auch Werder Bremen muss mit Torsten Frings und Clemens Fritz wichtige Kräfte vorgeben. Der 31-jährige Frings plagt sich seit Donnerstag mit muskulären Problemen.Neben dem Mittelfeldspieler müssen auch die  Verteidiger Clemens Fritz (Erkältungsanfall), Daniel Jensen (Sprunggelenks- und Achillessehnenprobleme) und Stürmer Hugo Almeida (Rückenbeschwerden) passen. "Das ist jetzt eine veränderte Situation. Natürlich sind Ausfälle, die uns so kurzfristig ereilen, nicht schön, aber wir denken positiv und gehen selbstbewusst in die Partie. Es bringt nichts, jetzt alles schlecht zu reden", sagte Trainer Schaaf.

Fuchs steht parat

Auf Punktezuwachs hofft  der VfL Bochum (11.), der beim Schlusslicht Energie Cottbus gastiert. Beide Teams haderten zu Saisonbeginn mit ihrer Chancenauswertung, Cottbus machte in den ersten vier Spielen nur einen Punkt und blieb ohne Torerfolg (0:7), die Gäste wiederum schafften es in der Fremde noch keinen Treffer (0:1 beim KSC und auf Schalke). Gegenüber dem 2:0-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld wird Coach Marcel Koller auf der linken Abwehrseite wohl wieder auf den zuletzt gesperrten Christian Fuchs zurückgreifen.

Ebenfalls gesetzt sind Goalie Ramazan Özcan und Verteidiger Andreas Ibertsberger bei 1899 Hoffenheim (6.). Der starke Aufsteiger empfängt erst am Sonntag im ausverkauften Mannheimer Carl-Benz-Stadion den Tabellenvierten Borussia Dortmund, der mit einer bitteren 0:2-UEFA-Cup-Heimniederlage im Gepäck anreist. Genauso wie die Dortmunder will sich auch Tabellenführer Hamburger SV (0:0 gegen Unirea Urziceni/ROM) im Duell zweier Europacup-Starter beim achtplatzierten VfL Wolfsburg (1:0 gegen Rapid Bukarest) für die schwache Darbietung im UEFA-Cup rehabilitieren.

Noch immer ohne Flügelflitzer Ümit Korkmaz, der nach seinem Mittelfußbruch noch einen Trainingsrückstand aufholen muss, tritt Eintracht Frankfurt (16.) die schwere Reise nach Gelsenkirchen zum FC Schalke 04 (3.) an. Die "Blau-Weißen" peilen im eigenen Stadion den dritten Heimsieg in Serie an und wollen damit weiterhin ungeschlagen bleiben.

"Nach dem unglücklichen 3:3 beim BVB hat das Team gut reagiert. Es macht einfach Spaß, die Entwicklung zu beobachten", lobte Schalke-Coach Fred Rutten seine Elf, die in Nikosia einen ungefährdeten 4:1-Erfolg im UEFA-Cup gefeiert hat. Die fünfte Runde wird mit den Partien Borussia Mönchengladbach (15.) - Hertha BSC (10.), Arminia Bielefeld (17.) - 1. FC Köln (13.) und VfB Stuttgart (5.) - Karlsruher SC (14.) komplettiert. Bereits am Freitag (20.30 Uhr) standen sich Bayer Leverkusen (7.) und Hannover 96 (12.) gegenüber. (APA/dpa)

Die Spiele der 5. Runde der deutschen Bundesliga am Wochenende:

Samstag (15.30 Uhr):
Bayern München - Werder Bremen
Schalke 04 - Eintracht Frankfurt
Energie Cottbus - VfL Bochum
Borussia Mönchengladbach - Hertha BSC
Arminia Bielefeld - 1. FC Köln

Sonntag (17.00):
1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund
VfB Stuttgart - Karlsruher SC
VfL Wolfsburg - Hamburger SV

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Luca Toni, nicht verwandt mit Polster Toni oder Trappa Toni.

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