Studienbehilfe jetzt auch online beantragbar

19. September 2008, 13:21
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Neue Regelungen für Studienbeihilfe - Ab Samstag Online-Antrag möglich - Mehr Bezieher durch Ausweitung der Einkommensgrenze

Wien - 4.000 bis 4.500 Studenten mehr als bisher sollen ab diesem Wintersemester Studienbeihilfe beziehen können. Durch die Anhebung der Einkommens- und Zuverdienstgrenze soll die Zahl der Bezieher laut Wissenschaftsministerium von etwa 48.000 auf bis zu 52.500 steigen. Ab morgen, Samstag, können im Internet Stipendienanträge gestellt werden.

Die geänderten Kriterien im Überblick: Die Eltern von Studenten dürfen künftig - je nach Einkommensgrenze - bis zu 20 Prozent mehr als bisher verdienen, damit "soziale Bedürftigkeit" gegeben ist. Bisher lag die Einkommensgrenze bei 3.300 Euro bei einem studierenden Kind, für drei Kinder waren es 4.500 Euro. Für den Bezug des Studienzuschusses (Refundierung des Studienbeitrags) werden die Einkommensgrenzen für Eltern um jährlich 2.800 Euro angehoben.

Zuverdienstgrenze angehoben

Studienbeihilfebezieher - egal ob selbstständig und unselbstständig Beschäftigte - dürfen ab sofort außerdem einheitlich 8.000 Euro pro Jahr dazuverdienen. Das sind zwischen 809 und 2.190 Euro jährlich zusätzlich.

Auch für Studenten mit Kindern gelten mit Semesterbeginn neue Regelungen: Ab sofort bekommt man für jedes Kind 67 Euro zusätzlich zu Familienbeihilfe und Kindergeld. Bisher gab es diesen Zuschlag nur für das Erstgeborene. Anspruch auf ein zusätzliches Toleranzsemester haben nun außerdem alle Studenten mit schulpflichtigen Kindern bis sechs Jahren, bisher lag die Altersgrenze bei drei Jahren. Stipendien können von Studierenden mit Kind außerdem nicht mehr nur bis zum 30. Lebensjahr, sondern bis maximal 35 Jahre bezogen werden.

Auch im Ausland

Auch bei Studenten mit Gesundheitsbeeinträchtigung wurde die Altersgrenze von 30 auf 35 Jahre angehoben und ein weiteres Toleranzsemester eingeführt. Durch die sogenannte Einschleifregelung sollen außerdem mehr Menschen mit Sehr-, Hör- oder Gehbehinderung Anspruch auf Zuschläge zwischen 160 und 420 Euro haben.

Anspruch auf Studienförderung besteht auch für Auslandsstudien im EU-Ausland, und zwar anders als bisher von Studienbeginn an. Durch die neuen Kriterien sollen die jährlichen Stipendienmittel von 175 bis 180 Millionen Euro auf etwa 200 Millionen Euro steigen. (APA)

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