IAA ortet enormes Potenzial im CEE-Raum

19. September 2008, 13:02
posten

Expertenrunde erörterte die Chancen für die Werbewirtschaft in den zentral- und osteuropäischen Märkten

Die Podiumsdiskussion "Research versus Reality in CEE (Central East Europe) - was Sie schon immer über CEE wissen wollten, aber niemand beantworten konnte!" fand auf Einladung der International Advertising Association (IAA) und ihrem Präsidenten Max Palla am Donnerstag im Haus der Raiffeisen Zentralbank Österreich statt.

Palla zur wachsenden Bedeutung des CEE-Raums: "Für die österreichische Werbewirtschaft haben die zentral- und osteuropäischen Märkte enormes Potenzial. Die IAA setzt deshalb in ihrer Arbeit einen eigenen CEE-Schwerpunkt. Neben hochkarätig besetzten Veranstaltungen wie der gestrigen haben wir mit dem CEEMAX auch einen eigenen Award für CEE-Kampagnen aus Österreich geschaffen, der im Rahmen der EFFIE-Gala 2008 erstmals vergeben wird."

Rudolf Bretschneider vom Gfk-Institut zeigte in seinem Eingangsstatement anhand umfangreichen Datenmaterials, dass "die Märkte des CEE-Raums und die Einstellungen der Menschen dort sehr heterogen" sind. Vielen gemeinsam sei unter anderem eine hohe Wertschätzung persönlicher Werte wie "Familie", die im Vergleich zu Westeuropa höhere Einschätzung materieller Werte und eine hohe Affinität zu Europa und seiner Kultur.

Suche nach Geschäftsmodellen

"Es ist ein großes Glück, dass sich mit der Öffnung des CEE-Raumes für die österreichische Wirtschaft ein so dynamischer Markt eröffnet hat. Plausible Marktdaten sind Voraussetzung für den Geschäftserfolg. Die zentrale Frage ist aber, welche Daten gibt es und können wir darauf Geschäftsmodelle aufbauen", betonte Diskussionsleiter Harald Riener zur Eröffnung des Gesprächs. Im Bereich der Plakatwerbung zeige sich, dass etwa valide Verkehrsfrequenzdaten rar seien und sich auf Grund der hohen Dynamik sehr rasch änderten sagte Heinrich Schuster (EPAMEDIA). Die Datenqualität habe sich mit der Zeit allerdings sehr verbessert betonte Klaus Schweighofer (Styria Medien International).

Im Bereich der Werbung sei zu beobachten, dass die CEE-Märkte doch sehr unterschiedlich seien und mittlerweile wahrscheinlich eher zuviel als zuwenig Daten vorhanden seien. Da das Konzept der Marke im Osten relativ neu sei, wäre Branding hier wichtiger als Werbung. Die CEE-Kunden wären mittlerweile hervorragend aufgestellt und ausgebildet meinte Alois Schober (Young & Rubicam). Für Peter Baumgartner (Austrian Airlines) ist Marktforschung bei der Eröffnung neuer Destinationen immer der erste Schritt, allerdings seien Fact-Finding-Missions gerade im Airline-Bereich nicht zu ersetzen. Dies unterstrich auch Günter Bauer (dm). Die Erfahrung habe gezeigt, dass enger Kontakt zu Märkten und Mitarbeitern vor Ort unerlässlich seien. Dem Human-Resources-Bereich komme insgesamt große Bedeutung zu. (red)

Share if you care.