Risiko Geburt in Entwicklungsländern

19. September 2008, 12:59
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Weltweit sterben 500.000 Frauen bei Schwangerschaft oder Geburt, zu 99 Prozent in Entwicklungsländern - UNICEF fordert mehr Geld für Versorgung

Köln - Jedes Jahr sterben weltweit mehr als 500.000 Frauen an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt, darunter etwa 70.000 Mädchen im Teenageralter. Dies geht aus einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks UNICEF zur weltweiten Müttersterblichkeit hervor, der am Freitag in Köln vorgestellt wurde.

Demnach entfallen 99 Prozent dieser Todesfälle auf die sogenannten Entwicklungsländer, vor allem auf Südasien und die Länder Afrikas südlich der Sahara. Weitere zehn Millionen Frauen erleiden während Schwangerschaft und Geburt Verletzungen, weil sie nicht richtig medizinisch betreut werden.

Höhere Mittel nötig

Die Ursachen der Müttersterblichkeit seien bekannt, genauso wie die Mittel, wie man dies verhindern kann, erklärte der Leiter der weltweiten Gesundheitsprogramme des Kinderhilfswerks, Peter Salama. "Trotzdem geht das Sterben weiter." Laut UNICEF ging die Sterblichkeit von Müttern zwar weltweit seit 1990 von 430 Todesfällen pro 100.000 Geburten auf 400 zurück. Doch ohne verstärkte Investitionen in die medizinische Grundversorgung der ärmsten Familien werde das Ziel, die Müttersterblichkeit von 1990 bis 2015 um zwei Drittel zu verringern, nicht erreicht werden.

Geburt im Niger besonders riskant

Die Müttersterblichkeit zeigt laut UNICEF, wie sehr Frauen in Entwicklungsländern gegenüber jenen aus Industrieländern benachteiligt sind. So liegt das Risiko einer Frau, an den Folgen einer Schwangerschaft zu sterben, in den Entwicklungsländern bei eins zu 76. In den Industrieländern liegt es bei eins zu 8.000. Am schwierigsten ist die Situation im westafrikanischen Niger, wo von sieben Müttern eine nicht überlebt. (APA/AFP)

 

 

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    UNICEF fordert in seinem Bericht mehr Investititionen in die medizinische Grundversorgung von armen Ländern.

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