Heuer sehr geringe Ozon-Belastung

19. September 2008, 12:03
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Bodennahes Ozon: Alarmschwelle 2008 nicht ein einziges Mal überschritten - Ursache: Regenwetter

Wien - Im vergangenen Sommer gab es eine außergewöhnlich geringe Ozon-Belastung in Österreich: Die Informationsschwelle (bei einer einstündigen Konzentration von mehr als 180 Mikrogramm pro Kubikmeter) wurde laut Aufzeichnungen des Umweltbundesamtes (UBA) landesweit lediglich 17 Mal überschritten (2007: 704 Mal), die Alarmschwelle (bei einer einstündigen Konzentration von mehr als 240 Mikrogramm pro Kubikmeter) gar nicht. "Die Belastung mit bodennahem Ozon war in diesem Jahr außergewöhnlich gering und lag deutlich unter dem Durchschnitt", sagte Wolfgang Spangl vom UBA im APA-Gespräch.

Reizgas

Ursache dafür seien wechselhafte Witterungsbedingungen und "ein recht verregneter Sommer". Ozon ist ein Reizgas, das zu Beeinträchtigungen der Lungenfunktion führen kann. Es entsteht an heißen Tagen verstärkt durch Sonneneinstrahlung aus Luftschadstoffen, vor allem aus Stickstoffoxiden in Auto- und Industrieabgasen sowie aus flüchtigen Kohlenwasserstoffen in Lösungsmitteln und lösungsmittelhaltigen Lacken. Über Nacht wird das bodennahe Ozon vom Vortag abgebaut. In der Früh ist die Konzentration in der Atemluft am geringsten, sie steigt mit zunehmender Sonneneinstrahlung im Verlauf des Vormittags an und erreicht ihren Höhepunkt etwa zwischen 14.00 und 16.00 Uhr.

Etwa zehn Prozent der Bevölkerung zeigt schon bei niedrigen Ozonwerten gesundheitliche Reaktionen: Bereits eine kurzzeitig erhöhte Ozonkonzentration kann Atemwegsbeschwerden, Kopfschmerzen, brennende Augen, Asthma-Anfälle oder eine Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit auslösen, warnen Gesundheitsexperten. Diese Auswirkungen führen auch zu vermehrten Spitalseinweisungen. (APA)

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