WAZ-Gruppe plant Sparkurs und Zukäufe

18. September 2008, 19:50
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Geschäftsführer Nienhaus: "Schließe betriebsbedingte Kündigungen nicht aus"

Die deutsche WAZ-Gruppe dreht an der Kostenschraube und schließt dabei auch Kündigungen nicht aus. "Klar ist, dass wir aus Kostengründen eine Debatte über unsere Synergiepotenziale führen müssen", sagte WAZ-Geschäftsführer Christian Nienhaus der "Süddeutschen Zeitung". "Ich schließe betriebsbedingte Kündigungen nicht aus." Gleichzeitig betonte Nienhaus, Zukäufe, auch im Ausland, seien geplant. Die WAZ-Mediengruppe ist in Österreich zu 50 Prozent an der "Kronen Zeitung" und zu 49,4 Prozent am "Kurier" beteiligt.

"Nicht alle Titel schreiben schwarze Zahlen"

Im Ruhrgebiet habe die Gruppe, zu der unter anderem die WAZ, die NRZ, die Westfälische Rundschau und die Westfalenpost gehören, ein Kosten- und Ergebnis-Problem. "Nicht alle Titel schreiben schwarze Zahlen", sagte Nienhaus. Ziel sei es, die Qualität zu erhöhen und gleichzeitig Kosten zu senken. "Es ist einfach nicht sinnvoll, dass bei einem Spiel von Borussia Dortmund vier Redakteure von vier Titeln im Stadion sitzen, die vier mehr oder weniger gleiche Artikel schreiben. Da wollen wir ran", erklärte Nienhaus. Da betreffe aber nicht nur den Sport, sondern auch die großen klassischen Ressorts wie Politik, Wirtschaft und Kultur. (APA/Reuters/AFP)

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