Erhöhtes Asthma-Risiko nach Paracetamol-Einnahme bei Kindern

22. September 2008, 09:24
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Forscher betonen statistischen Zusammenhang ihrer Studie - gemeinsamer Auslöser von Schmerzen und Asthma möglich

London - Babys, die das Schmerzmittel Paracetamol bekommen haben, könnten später häufiger an Asthma, allergischem Schnupfen und Hautausschlägen erkranken, vermuten Autoren einer neuseeländischen Studie, die das britische Fachblatt "Lancet" veröffentlicht hat. Die Forscher betonen, einen statistischen und keinen ursächlichen Zusammenhang gefunden zu haben. So könnte es auch einen gemeinsamen Auslöser von Schmerzen und Asthma geben.

Statistik

Bei Kindern, die Paracetamol im ersten Lebensjahr bekamen, war das Risiko für Asthma-Symptome im Alter von sechs bis sieben Jahren um 46 Prozent höher als bei Gleichaltrigen, die das Arzneimittel nicht bekommen hatten. Das Risiko für allergischen Schnupfen lag 48 Prozent höher und das für Hautausschläge 35 Prozent. Außerdem beobachteten die Forscher, dass das Asthma-Risiko von Kindern, die in dem Jahr vor der Untersuchung Paracetamol genommen hatten, von der Höhe der Dosis abhing. Für die Studie befragten sie die Eltern von 200.000 Kinder im Alter von sechs bis sieben Jahren in 31 Ländern.

Richard Beasley vom Medizinischen Forschungsinstitut Neuseelands betonte, dass Paracetamol nach wie vor das beste Medikament für Kinder bei Fieber und Schmerzen sei. Er wies aber darauf hin, dass die Weltgesundheitsorganisation davor warnt, den Wirkstoff Kindern regelmäßig zu geben. Das Medikament sollte erst ab einer Körpertemperatur von 38,5 Grad verwendet werden. (APA/dpa)

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