Ruf nach Streik in der Telekom

18. September 2008, 14:00
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Mitarbeiter verlangen Vorbereitung von Kampfmaßnahmen

In der Telekom Austria brodelt es, seit General Boris Nemsic angekündigt hat, bis Jahresende mindestens 500 Beamte aus dem
Festnetz-Bereich beinhart nachhause zu schicken, weil es für sie keine Arbeit mehr gibt. Hunderte Telekom-Beschäftigte drängen daher
jetzt auf einen Streik, die Stimmung ist am Kochen. "Es war ganzklar, dass eine solche Maßnahme nicht einfach ruhig hingenommen
wird", erklärt Betriebsratschef Michael Kolek gegenüber dem Magazin Format. Kolek, als besonnen bekannt, steht selbst unter großem Druck seiner Kollegen, die auf die Vorbereitung von Kampfmaßnahmen drängen. "Die Leute fragen, wieso wir nicht endlich auf die Straße gehen", bestätigt er. Allerdings sei er noch nicht sicher, ob das wirklich eine sinnvolle Lösung für das Problem wäre.

Reaktionen

Kolek wünscht sich aber endlich Reaktionen aus der Politik, weil der Staat ja noch mit über 27 Prozent an der Telekom Austria beteiligt
ist. "Wir machen noch immer ein paar Hundert Millionen Euro Gewinn. Trotzdem sollen heuer 500 bis 700 Leute
heimgeschickt und in den nächsten Jahren 2.000 bis 2.500 Arbeitsplätze abgebaut werden. Dazu können die Politiker doch nicht
schweigen."

Der vom Unternehmen angebotene Sozialplan für Beamte, die freiwillig ausscheiden, findet derzeit nur wenig Zuspruch. (red)

 

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