Die Grenzen des Internets und ihr Jenseits

18. September 2008, 11:57
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"Future Internet Symposium" in Wien bringt internationale WissenschaftlerInnen und PolitikerInnen zusammen, um die Zukunft des WWW zu erläutern

Von 28. bis 30. September findet im Wiener MUMOK das "Future Internet Symposium" statt. "Hochkarätige WissenschaftlerInnen und europäische PolitikerInnen kommen dabei zusammen, um eine interdisziplinäre Diskussion über die Zukunft des Internets und seinen sozialen Folgen zu starten", so die Aussendung der Veranstalter.

Die Grenzen

"Das Internet hat sich in den letzten 50 Jahren zur wichtigsten, globalen Kommunikations- und Informationsinfrastruktur entwickelt. Auch wenn es unvorstellbar klingt, diese Entwicklung bringt es auf seine Grenzen, es sei denn, es wird „re-designt“. Dabei stehen viele Herausforderungen technischer und sozialpolitischer Natur im Wege. Das rasante Wachstum des Internets hat bereits auch europaweit politischen Willen mobilisiert", so die Aussendung weiter.

"Future Internet"

Die Europäische Kommission hat im März 2008 die Initiative „Future Internet“ ins Leben gerufen. An diese Initiative schließt das Symposium „Future Internet“ an, mit vielen brisanten Themen über die Interoperabilität, Mobilität, Skalierbarkeit, Sicherheit und omnipräsenten (pervasive) Computing. Im WWW der Zukunft greift das Internet in alle Bereiche des menschlichen Lebens. "Wir werden in Kürze wesentlich mehr Prozessoren auf der Erde haben als Menschen. Wir werden in jedem Kleidungsstück einen kleinen Prozessor haben. Hier benötigt man die Semantik, um die Prozessoren in die Lage zu versetzen, miteinander zu reden. Ansonsten müssen wir so viel mit ihnen reden, dass wir keine Zeit haben für die zwischenmenschliche Kommunikation“, so Dieter Fensel, Co-Chair des Symposiums und Präsident des STI International.

Die Themen

Themen wie Internet of Things, Internet of Service, pervasive & dynamic Communities, Security by Contract und viele andere werden über drei Tage das Programm füllen und die „Natur des digitalen Universums“ umkreisen. Zu den Keynotes zählen João da Silva (Direktor Converged Networks and Services in der EU-Kommission) und William H. Dutton (Direktor Oxford Internet Institute), Michael L.Brodie (Wissenschaftlicher Direktor bei Verizon Communications) und viele andere. Programmvorsitzender des Symposiums und Leiter der „Future Internet“ Arbeitsgruppe „Software und Service Architektur“, John Domingue (Open University), stellte ein interdisziplinäres und spannendes wissenschaftliches Programm zusammen. Das Internet geht uns aber alle an – es kann nicht nur der Wissenschaft überlassen werden. Im Rahmen des Symposiums, offen und kostenlos für alle Neugierige, bringt ein interaktives Stück der Gruppe Monochrom den Zusehern das Thema Zukunft des Internets näher. Die Grundidee der Performance ist Auswirkung der Technologie, dargestellt in einem kleinen Dorf.(red)

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