Oberösterreicherin starb nach Entbindung: Oberarzt suspendiert

18. September 2008, 10:16
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Frau dürfte im Landeskrankenhaus Gmunden verblutet sein - Unregelmäßigkeiten in der Krankengeschichte

Linz - Im Fall einer 41-jährigen Oberösterreicherin, die nach der Geburt ihres Kindes im Landeskrankenhaus Gmunden gestorben ist, gibt es nun Konsequenzen: Der behandelnde Oberarzt wurde mit sofortiger Wirkung suspendiert und ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Das Dienstverhältnis mit dem zuständigen Abteilungsleiter wurde beendet, gab der Krankenhausbetreiber, die Gesundheits- und Spitals AG bekannt.

Die internen Ermittlungsergebnisse hätten "eindeutig schwere Unregelmäßigkeiten" in der Krankendokumentation zutage gebracht, hieß es. Diese seien vom Oberarzt und vom Abteilungsleiter zu verantworten. "Da eine Krankengeschichte eine Urkunde ist, auf die man vertrauen können muss, ist sicherzustellen, dass jedwede ungerechtfertigte Veränderung unterlassen wird", betonte die Betreibergesellschaft.

Um einen weiteren reibungslosen Ablauf der Versorgung der Patientinnen in der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus Gmunden zu gewährleisten, seien in Zusammenarbeit mit dem Landeskrankenhaus Vöcklabruck entsprechende Vorbereitungen getroffen worden. (APA)

 

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