Das Dorotheum streckt die Fühler aus

17. September 2008, 18:00
posten

Neue Repräsentanzen und offizielle Privat-Sales

Wien - In den vergangenen Jahren konnte das Dorotheum seinen Anteil an internationalen Kunden im Auktionsgeschäft zügig ausbauen. Deutschland, Italien, Großbritannien, die USA und Frankreich halten hier den stärksten Anteil, zuletzt stieg auch die Kontaktfrequenz zu Klienten aus Russland.

Zu dieser Entwicklung trug auch die verstärkte Präsenz bei Kunstmessen bei: Bei der Moscow World Fine Art war das Dorotheum im Frühjahr ebenso mit vertreten wie jetzt bei der Shanghai Art Fair und demnächst bei der Art TLV in Tel Aviv (ab 24. 9.). Hauptsächlich verdankt man den Zuwachs an internationalen Kunden aber dem Ausbau von Niederlassungen und seinem Repräsentantenteam. Das Netzwerk umfasst derzeit Filialen in Düsseldorf, München, Brüssel, Prag, Mailand, demnächst auch Rom, wo man sich gerade auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie befindet.

Das Team der Ansprechpartner umfasste bislang die Standorte Florenz, Zagreb sowie Tokio und wurde in den vergangenen beiden Monaten um Verona (Isabelle von Schönfeldt), Tel Aviv (Rafael Schwarz) und Paris (Joëlle Thomas) erweitert. Den jüngsten Zugang galt es Anfang September zu vermelden: Pauline Beaufort-Spontin, zuvor für Sotheby's und Phillips de Pury tätig, widmet sich von London aus ab sofort verstärkt Kundenkontakten und einer weiteren Geschäftsentwicklung in Großbritannien.

In der aus diesem Anlass nur an englische Medien übermittelten Presseinformation fand sich ein interessantes Detail, inkludiert das Client-Service neuerdings nämlich auch die Abwicklung sogenannter Private Sales. Im Gegensatz zu den internationalen Playern Sotheby's und Christie's stand diese abseits der Öffentlichkeit stattfindende Vermittlung zwischen Ver- und Einkäufern bislang nicht auf der Tagesordnung des österreichischen Auktionshauses.

Laut Martin Böhm, dem Geschäftsführer des Dorotheums, sei dies in der Vergangenheit zwar öfters und stets auf Wunsch der Kunden vorgekommen, aber bislang eben nicht institutionalisiert worden. Es läge auf der Hand, dass man als Auktionshaus die öffentliche Versteigerung bevorzuge.

Wenn Einbringer und Käufer allerdings diese Form der Abwicklung bevorzugen, dann müsse man diesem Wunsch entsprechen. Verantwortlich dafür zeichnet Alexandra Thausing. (kron, DER STANDARD/Printausgabe, 18.09.2008)

Share if you care.