"Die besten Paralympics aller Zeiten"

17. September 2008, 17:13
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Grandiose Abschluss-Show in Peking - Fünffache Siegerin Du Toit und Panamese Gomez als beste Athleten geehrt

Peking - Die 13. Paralympics in Peking sind am Mittwoch mit einer fröhlichen und spektakulären Abschlussfeier zu Ende gegangen. Der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees, Phil Craven, sprach im Rahmen der zweistündigen Show im Nationalstadion die Schlussformel für die Sommerspiele der Behinderten. "Das waren die besten Paralympics aller Zeiten", lobte der Kanadier und bedankte sich bei den Chinesen.

2.000 Darsteller brillierten bei der Schlussfeier vor 91.000 Zuschauern, darunter der jordanische König Abdullah II., im ausverkauften "Vogelnest" mit tänzerischen und artistischen Einlagen.

Der beinamputierten Schwimmerin Natalie du Toit aus Südafrika, die bei fünf Starts fünf Siege gefeiert hatte, und dem sehbehinderten Leichtathleten Said Gomez aus Panama wurde der "Whan Youn Dai Overcome"-Preis verliehen. Mit der 75 Gramm schweren Medaille aus Gold sollen die besonderen Leistungen bei der Überwindung der Behinderung durch den Sport gewürdigt werden. Der Preis wurde nach der Koreanerin Whang Youn Dai benannt, die sich ein Leben lang für die Behinderten eingesetzt hatte.

Der chinesische Präsident Hu Jintao sagte in einer Grußbotschaft: "Auch wenn die Flamme erlischt, wird der olympische Geist der Solidarität, der Freundschaft und des Friedens für immer in unseren Herzen bleiben. Lasst uns aktiver zusammenarbeiten, um die Entwicklung der Menschen mit Behinderungen in der ganzen Welt zu fördern, um ihren Lebensstandard zu verbessern und eine schönere und harmonischere Zukunft zu schaffen."

Der beinamputierte Schwimmer Matthew Cowdrey aus Australien war mit fünf Gold- und drei Silbermedaillen der erfolgreichste Teilnehmer. Auf Rang zwei mit jeweils fünfmal Gold folgen Natalie du Toit und die querschnittsgelähmte Leichtathletin Chantal Petitclerc aus Kanada, die im Rollstuhl alle Rennstrecken dominierte.

Mit 1,29 Millionen verkauften Tickets zeigten sich die Organisatoren zufrieden, in Athen 2004 waren 850.000 Eintrittskarten abgesetzt worden. Nur drei positive Dopingtests außerhalb der Wettkämpfe seien ein Erfolg, betonte Craven: "Die Spiele waren fast dopingfrei, denn dahin wollen wir kommen." Man habe insgesamt 1.000 Kontrollen bei den 4.000 Athleten vorgenommen.

Wie schon bei der olympischen Schlussfeier vor knapp vier Wochen gab London bei der achtminütigen Präsentation einen Vorgeschmack auf die Spiele in vier Jahren. Mit einem Doppeldecker-Bus wurden die Protagonisten einer Hip-Hop-Gruppe in die Arena gefahren. (APA/dpa)

 

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    Feierliche Schlusszeremonie im "Vogelnest"

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