regionale08: Akzeptanz in Spielorten

17. September 2008, 16:33
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Rund 60 Prozent der Besucher kamen von Orten außerhalb der Veranstalterbezirke

Graz - Das in die Endphase gehende steirische Kulturfestival "regionale08 - Diwan" verzeichnete exakt 49.140 Besucher, so die Verantwortlichen Alexander Kada und Gerolf Wicher heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz. 40 Prozent der Besucher kamen aus der bespielten Region Südoststeiermark, 76 Prozent haben mehr als eine Veranstaltung besucht. Eine interessante Metapher für die Akzeptanz des Festivals fand der regionale Koordinator und Feldbacher Bürgermeister Kurt Deutschmann: "Es wehte ein frischer, ausgezeichneter Wind durchs Land, ich hatte nie Probleme mit dem Atmen."

Interregional

Rund 60 Prozent der Festivalbesucher hatten den Weg von "außerhalb" der Veranstalterbezirke in die Südoststeiermark zu den diversen Veranstaltungen gemacht. 43 Prozent kamen aus der Steiermark und aus Graz, rund 17 Prozent der Festivalgäste kamen sogar aus anderen Bundesländern oder aus dem Ausland.

Quote

Auch ein Altersschnitt wurde erhoben: Der durchschnittliche "regionale"-Interessierte zählte zwischen 46 und 47 Jahre. Kada meinte, das Kulturklima habe auch mit dem Referenten in der Landesregierung (SPÖ-LHStv. Kurt Flecker, Anm.) zu tun: Man könne Dinge tun, die nicht unbedingt jedem gefallen müssten und man müsse nicht auf Teufel komm raus Quote produzieren.

Vielfalt

Flecker - der bereits in der Fragestunde des Landtags am Dienstag eine Art Resümee des 72 Tage währenden Festivals gezogen hatte - meinte bei der Bilanz am Mittwoch in Graz, die "regionale" habe sich "durch die Vielfalt des Kleinen, qualitativ hochwertigen" ausgezeichnet. Der künstlerische Leiter, Dieter Spath, erklärte: "Gut ist es gegangen, viel ist geschehen." Man habe eine programmatische Heterogenität gehabt, viele künstlerische Lesarten angeboten und eine ganze Region mutig bespielt.

Skepsis

Der Regionalkoordinator, Bürgermeister Deutschmann, sprach von einer "Skepsis in der Bevölkerung vor dem Beginn". Der anfänglichen Reserviertheit sei aber eine breite Zustimmung mit vielen Diskussionen gefolgt. Was von Kada unterstrichen wurde: "In meiner Wahrnehmung durch E-Mail hat es eine starke Zustimmung gegeben", aber auch eine bisweilen starke Ablehnung. Dies sei aber gut, denn es sei nichts schlimmer als nur lahme Reaktionen. (APA)

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