
Der flugunfähige Kakapo konnte sich nur auf Neuseeland entwickeln, wo es bis zum Eintreffen des Menschen keine bodenbewohnenden Säugetiere gab. Mitgebrachte Katzen, Hunde und Marder trieben die Spezies bis an den Rand der Ausrottung.
Auckland - Die Atkins-Diät, also der weitgehende Verzicht auf Kohlenhydrate zugunsten einer Ernährung auf Eiweiß- und Fettbasis, ist beim Menschen höchst umstritten: Zur Gewichtsabnahme ist sie zwar geeignet, doch warnen Mediziner vor gesundheitlichen Folgen der einseitigen Ernährungsweise. Vielleicht, dachten sich Biologen, ist sie aber geeignet, einen der seltensten Vögel der Welt vor dem Aussterben zu bewahren: den Kakapo.
Der Kakapo (Strigops habroptilus) ist einer von mehreren für die neuseeländische Fauna typischen flugunfähigen Vögeln - und zugleich der weltweit einzig bekannte Fall aus der Ordnung der Papageien. Die Bestandszahlen des Kakapo sind trotz Schutzbestrebungen seit dem späten 19. Jahrhundert katastrophal niedrig: ganze 91 Exemplare gibt es derzeit, soweit bekannt. Und selbst das bedeutet schon einen Fortschritt gegenüber den vergangenen Jahrzehnten, als es maximal noch zwischen 20 und 30 Kakapos gab. Der größte Teil der überlebenden Kakapos ist auf zwei kleinen Inselchen angesiedelt, die Art gilt als akut vom Aussterben bedroht.
Essenziell für die Ernährung der Kakapos ist die Rimu (Dacrydium cupressinum), eine immergrüne Kiefernart, die nur alle drei bis vier Jahre Früchte trägt und dadurch den Brutzyklus der Tiere prägt. Biologen versuchten, in den Jahren dazwischen die Papageien mit hoch eiweißreichem Futter zu versorgen, um den natürlichen Mangel auszugleichen und häufigeres Brüten auszulösen - doch dies schlug fehl. David Raubenheimer von der Massey University in Auckland fand nun, wie der "New Scientist" berichtet, heraus warum: Die Rimu-Früchte haben einen hohen Kalzium- und eher geringen Eiweißanteil - beim Futterzusatz sah es hingegen genau andersherum aus. Das Kalzium wird jedoch dringend für den Knochenaufbau benötigt - und der Kakapo habe ein "ungewöhnlich großes Skelett", so Raubenheimer. Der eintretende Effekt ähnelte dem, auf den die Atkins-Diät abzielt: Da nur ein begrenztes Ausmaß an Eiweiß aufgenommen werden kann, trat bald ein Sättigungseffekt ein - und die Kakapos hörten auf zu fressen, ehe sie genügend Kalzium aufgenommen hatten, um fit genug für eine rege Bruttätigkeit zu sein. (red)
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zur umwelt dieses kakapo gehören mittlerweile auch seltsame wesen, die nicht instinkthandeln, sondern auf irgendeine andere seltsame art ihr handeln planen. sie helfen bedrohten populationen, besonders wenn sie selbst vorher ihre bedrohung verursacht haben. die kakapos passen sich also - ganz im einklang mit der evolutionstheorie - dieser situation an, indem sie sich füttern lassen.
warum glaubt man, dass das, was der mensch tut, eine "unnatürliche evolution" sei - und was soll das sein? der mensch (die eine art) verändert die welt, andere arten passen sich an - manche habens nicht ausgehalten...
die ganze naturschutzbewegung ist ein natürlicher teil dessen, was die menschheit ausmacht und ihren einfluss auf die evolution anderer bestimmt.
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