Konfliktäre Nachbarschaft von Mensch und Bär in Sibirien

17. September 2008, 14:51
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Wegen Nahrungsmangel dringen immer mehr Tiere in Siedlungsgebiete vor - 21 Braunbären abgeschossen, auch Menschen kamen zu Tode

Moskau - Weil sie auf Nahrungssuche zunehmend in bewohntes Gebiet vordrangen, sind in Sibirien zahlreiche Braunbären abgeschossen worden. Um gefährliche und bisweilen tödliche Zusammentreffen zwischen Mensch und Bär zu vermeiden, hätten Jäger in der Region Krasnojarsk seit Ende August 21 Bären getötet, berichtete die Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Mittwoch unter Berufung auf die Polizei.

In den vergangenen drei Wochen habe es mindestens 20 Zwischenfälle gegeben, in denen Braunbären in menschliche Siedlungen eingedrungen waren. Anfang des Monats sei eine Frau von einem der Raubtiere getötet worden, berichtete RIA Nowosti.

Ebenfalls in der Nähe von Krasnojarsk wurden laut Presseberichten vor wenigen Tagen zwei Männer von Bären getötet, als sie zum Beeren- und Pilzesammeln im Wald unterwegs waren. Zoologen zufolge mangelt es in diesem Jahr an Beeren und Nüssen. Ein ausgewachsener Braunbär brauche aber im Herbst mindestens 50 Kilogramm Nahrung pro Tag, um sich für den langen Winter eine Fettschicht anzufressen, berichtete ITAR-TASS. (APA)

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