Morak will wieder zum Theater zurück

17. September 2008, 14:13
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Kapitel Politik sei "beendet"

Wien - Der ehemalige Kunststaatssekretär Franz Morak (V) will wieder zum Theater zurückkehren und seine Karenzierung am Burgtheater in frühestens einem halben Jahr beenden. Er wolle als Regisseur und vorerst nicht als Schauspieler tätig sein, sagte Morak in der morgen, Donnerstag, erscheinenden Ausgabe des Magazins "News". Mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) geht Morak dabei hart ins Gericht.

Als "wahre Sauerei und Armutszeugnis" bezeichnete er die Abfuhr für Neil Shicoff bei der Neubesetzung der Staatsopern-Direktion, ironisch als "Meisterleistung" titulierte er die Wahl von Sabine Haag als künftige Direktorin des Kunsthistorischen Museums. Mit der Wahl Haags habe Schmied "gegen den Text der Ausschreibung zugunsten einer international unerfahrenen Kraft ohne Führungserfahrung" entschieden. "Mit (Albertina-Chef Klaus Albrecht, Anm.) Schröder, (Belvedere-Direktorin Agnes, Anm.) Husslein und (dem österreichischen Schirn-Direktor Max, Anm.) Hollein hätten wir hier perfekte Verhältnisse gehabt", so Morak. Und "bei der Neubesetzung der Staatsoper hatte sie (Schmied, Anm.) keine andere Priorität als den Bundeskanzler auszutricksen."

Morak wolle nicht mehr politisch tätig sein, aber auch keine Theaterdirektion übernehmen. "Ich suche jetzt einen Weg, als Künstler zurückzufinden", so Morak. Er habe beispielsweise immer schon Grillparzer inszenieren wollen. Das Kapitel Politik sei jedenfalls "beendet". (APA)

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