Kommission legte Bericht zu blutigen Wahlen vor

18. September 2008, 07:32
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Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse am Freitag

Nairobi - Knapp neun Monate nach Wahlen und blutigen Unruhen in Kenia hat eine unabhängige Untersuchungskommission ihre Arbeit beendet. Am Mittwoch überreichten die Mitglieder der Kommission dem kenianischen Präsidenten Mwai Kibaki den Abschlussbericht. Die Regierung werde den Bericht und seine Empfehlungen genau studieren, versprach Kibaki. An diesem Freitag wollen die Kommission unter Vorsitz des früheren südafrikanischen Landeswahlleiters Johann Kriegler und der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan den Bericht der Öffentlichkeit vorstellen.

Wahlbetrug

Nach den Präsidentenwahlen im vergangenen Dezember hatte die Landeswahlleitung Kibaki nach mehrtägiger Stimmenauszählung und trotz zunehmender Berichte über schwere Unregelmäßigkeiten zum Wahlsieger erklärt. Der damalige Oppositionsführer Raila Odinga sprach von Wahlbetrug und erklärte sich zum eigentlichen Sieger. Erst auf internationalen Druck und nach wochenlangen Verhandlungen einigten sich Kibaki und Odinga unter Vermittlung Annans auf die Bildung einer großen Koalition mit Kibaki als Präsidenten und Odinga als Premierminister.

Bei den Unruhen nach den Wahlen waren mehr als 1.500 Menschen getötet worden. Mehr als 350.000 waren vor der Gewalt geflohen. (APA/dpa)

 

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