Konzern gewinnt im Züblin-Streit

17. September 2008, 11:44
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Landgericht Stuttgart weist Klagen der Familie Lenz gegen die Integration des Hoch- und Ingenieurbaus der Strabag AG in die Stuttgarter Ed. Züblin AG ab

Wien - Die Strabag SE hat den Streit mit der Familie Lenz, dem zweiten Großaktionär bei der deutschen Strabag-Tochter Züblin, nach eigenen Angaben endgültig für sich entschieden. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe habe die Nichtzulassungsbeschwerden des Züblin-Minderheitsaktionärs Lenz abgewiesen, damit seien die Urteile der Vorinstanzen rechtskräftig, teilte die Strabag am Mittwoch, mit.

Das Landgericht Stuttgart hatte die Klagen der Familie Lenz gegen die Integration des Hoch- und Ingenieurbaus der Strabag AG in die Stuttgarter Ed. Züblin AG und gegen die Schaffung gemeinsamer Serviceeinheiten insgesamt abgewiesen. Das Oberlandesgericht Stuttgart hatte die dagegen gerichteten Berufungen zurückgewiesen und die Revision nicht zugelassen. Die Familie Lenz hatte hiergegen mehrere Nichtzulassungsbeschwerden beim Bundesgerichtshof erhoben. Diese wurden nun abgewiesen.

"Ich appelliere nunmehr an die Familie Lenz, ihre Blockadehaltung aufzugeben und tatkräftig am Fortkommen des Unternehmens mitzuarbeiten", sagte Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner laut Mitteilung. "Ein Beispiel dafür wäre die Zustimmung zur notwendigen Kapitalerhöhung. Nur damit kann Züblin gesund weiter wachsen."

Die Strabag SE, der 57 Prozent der Ed. Züblin AG gehören, hält die Eigenkapitalquote des Stuttgarter Unternehmens für zu niedrig. Eine Kapitalerhöhung ist ohne die Zustimmung des Aktionärs Lenz, der 43 Prozent hält, nicht möglich. (APA)

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