"Angels in America" fährt weiteren Preis ein

16. September 2008, 19:13
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US-Autor Tony Kushner für sein Aids-Drama mit dem 200.000-Dollar-Preis der Steinberg-Stiftung ausgezeichnet

New York - US-Autor Tony Kushner ("Angels in America") ist der erste Preisträger einer neuen 200.000-Dollar-Auszeichnung für Dramatiker in Amerika. Der ungewöhnlich hoch dotierte Preis wird von der Steinberg-Stiftung vergeben, die sich der Förderung der Theaterarbeit verschrieben hat. "Wir wollten Furore machen. Wir wollten, dass die Leute merken, dass Theater wichtig ist", sagte Vorstandsmitglied William Zabel laut "New York Times" vom Dienstag.

Der 52 Jahre alte Kushner erhält die Auszeichnung für sein bereits mehrfach preisgekröntes zweiteiliges Drama "Angels in America", das an einem halben Dutzend exemplarischer Fälle die Ausbreitung der Immunschwächekrankheit Aids in den 80er Jahren schildert. Das Stück wurde mit Meryl Streep und Al Pacino in den Hauptrollen auch fürs Fernsehen umgesetzt.

Der Preis ist der "New York Times" zufolge mit den 200.000 Dollar (umgerechnet etwa 140.000 Euro) so hoch dotiert wie kaum ein anderer Kunstpreis in den USA. Er soll den meist schlecht bezahlten Autoren Freiraum für ihre Arbeit verschaffen. Der renommierte Pritzker-Preis für Architektur etwa ist mit 100.000 Dollar ausgestattet, ein Pulitzer-Preisträger bekommt nur 10.000 Dollar. Die Steinberg-Stiftung wurde 1986 von dem Immobilienunternehmer Harold Steinberg und seiner Frau Mimi gegründet. (APA/dpa)

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    Emma Thompson in einer Szene der TV-Fassung von "Angels in America"

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    Tony Kushner

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