Strache auf Platz eins bei Medienpräsenz

16. September 2008, 11:55
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Der FPÖ-Chef stieß in der vergangenen Woche den bisherigen Ersten Molterer (ÖVP) vom Thron - Faymann vor Haider auf Platz drei

Zumindest in der Medienpräsenz ist FPÖ-Chef Strache in den vergangen drei Wochen eine regelrechte Aufholjagd gelungen. In der eben abgelaufenen Woche stieß Strache den bisherigen Ersten Vizekanzler Molterer (ÖVP) vom Thron. Das ergab eine Analyse der MediaWatch. Diese Steigerung dürfte Strache nicht zuletzt der neuerlichen Veröffentlichung von angeblichen Wehrsport-Fotos zu verdanken haben.

Strache steigerte sich bei den Nennungen konstant von anfangs 10,3 Prozent auf zuletzt 20,8 Prozent. Der VP-Spitzenkandidat Molterer musste hingegen einen Einbruch hinnehmen. Von zu Beginn 27,1 Prozent sank die Anzahl der Erwähnungen und O-Töne in den Medien in der vergangen Woche auf 18,8 Prozent. Auch für SPÖ-Chef Werner Faymann hieß es bei der Medienpräsenz zurückstecken. Lag er in Kalenderwoche 35 mit 29,6 Prozent auf Platz eins, ging sich jetzt mit 16,8 Prozent nur noch Platz drei aus.

Grüne und Liberale legten zu

Die Grünen legten leicht zu und steigerten sich von 9,2 auf 12,4 Prozent . Auch Heide Schmidt (LIF) konnte in der Medienpräsenz aufholen und lag zuletzt bei 6,5 Prozent. Zu Beginn waren es 2,3 Prozent. Den umgekehrten Verlauf nahm dagegen die Präsenz des Tiroler ÖVP-Dissidenten Fritz Dinkhauser. Von anfänglich 3,6 Prozent sank sie auf 2,8 Prozent. Damit landete er zunächst auf dem vorletzten Platz der Spitzenkandidaten der zehn bundesweit antretenden Listen. Hinter ihm lag nur noch Adam Alfons von den Christen. Gezählt wurden alle Nennungen und O-Töne der Spitzenkandidaten in TV, Radio und Printmedien ab Kalenderwoche 35.

BZÖ-Spitzenkandidat Haider liegt im aktuellen Ranking auf Platz vier und damit vor Alexander Van der Bellen und Heide Schmidt. Er konnte in der vergangenen Woche 14,4 Prozent der medialen Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Damit lag der Rückkehrer in die Bundespolitik relativ konstant im Vergleich zu den vorangehenden Wochen: In der letzten Augustwoche hatte er 14,6 Prozent der medialen Präsenz erreicht, in der ersten Septemberwoche 13,4 Prozent. (APA)

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