Skifahren wird teurer

16. September 2008, 11:47
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Skigebiete in Vorarlberg, Kärnten, Salzburg und der Steiermark erhöhen inflationsbedingt - Gestiegene Preise sind an Liftbetreibern nicht spurlos vorübergegangen

Wien - Wer in der kommenden Wintersaison mit seinen Skiern oder mit dem Snowboard über Österreichs verschneite Hänge gleiten will, wird dafür tiefer in die Tasche greifen müssen als im vergangenen Jahr. In Vorarlberg müssen Freizeitsportler mit einer Steigerung von durchschnittlich drei Prozent rechnen, in Kärnten erhöhen viele Skigebiete die Tageskartenpreise um 1 Euro. In Salzburg geht man inflationsbedingt von einer Erhöhung um drei bis vier Prozent aus. Auch in der Steiermark erhöhen die Betreiber durch die Bank ihre Tarife. Die Tiroler Skiliftbetreiber halten sich zum Thema Preiserhöhungen bedeckt.

Der Fachgruppen-Obmann der Seilbahnen in der Vorarlberger Wirtschaftskammer (WKV), Wolfgang Beck, verwies darauf, "dass auch an uns die gestiegenen Preise nicht spurlos vorübergehen". Man werde deshalb auch selbst die Preise "moderat anheben" müssen. Im Schnitt rechnet Beck mit einer dreiprozentigen Steigerung. Bei Gesellschaften, die stark investiert hätten, könnte die Preisanhebung aber auch deutlicher ausfallen.

Kärnten: Einen Euro mehr

In Kärnten wird das Skivergnügen etwa auf der Turracher Höhe im steirisch-kärntnerischen Grenzgebiet teurer. Der Tageskartenpreis steigt dort von 35 auf 36 Euro. Um 1 Euro mehr muss man auch auf dem Goldeck bei Spittal an der Drau berappen, wenngleich der Preis mit 30 Euro im Landesschnitt verhältnismäßig günstig ist. In Bad Kleinkirchheim erhöht sich der Kartenpreis von 37 auf 38 Euro, in Heiligenblut im Schatten des Großglockners von 34 auf 35 Euro. Auf der Petzen bei Bleiburg ist der Tageskartenpreis von 23 Euro auf 24,50 Euro erhöht worden. Keine Erhöhung gibt es am Mölltaler Gletscher.

Salzburg: An Inflationsrate anpassen

In Salzburg werden die Kartenpreise bei einer Inflationsrate von etwa 3,6 Prozent an die Teuerung angepasst. Um wie viel Prozent erhöht wird, liege im Ermessen der einzelnen Seilbahngesellschaften, erläuterte der Fachgruppenobmann in der Wirtschaftskammer, Ferdinand Eder, und gab zu bedenken, dass die stark gestiegenen Energiepreise höhere Kosten verursachten. Auf der Schmittenhöhe in Zell am See beispielsweise muss der Erwachsene für die Tageskarte in der Hauptsaison 40 Euro berappen, im Winter 2007/08 waren es noch 38,50 Euro. Im Skigebiet Amade kostet ein Eineinhalb-Tages-Skipass 66,50 statt 64 Euro.

Salzburg: Seilbahnen sind gerüstet

Die Salzburger Seilbahnen sind für die kommende Wintersaison gerüstet: 73 Mio. Euro wurden laut Eder in Qualitätsverbesserungen investiert. Die Investitionsquote sei aber heuer im Vergleich zu den vergangenen beiden Wintern um 40 Prozent geringer. Der Grund: Die Salzburger Skigebiete weisen bereits "einen qualitativ und technisch sehr hohen Standard auf". Für den Vorjahreswinter wurden noch 120 Mio. Euro investiert, ein Jahr zuvor 130 Mio. Euro.

Steiermark: Ebenfalls teurer

Auch die steirischen Skigebiete erhöhen durch die Bank ihre Tarife, in der Regel im Bereich der Inflationsabgeltung oder darunter. Die Erhöhungen am Beispiel der Tageskarte fallen am Kreischberg bei Murau und im Ausseerland mit zwei Euro (auf 34) und 1,50 (auf 32) Euro mit sechs bzw. fünf Prozent am deutlichsten, am Salzstiegl mit 50 Cent auf 25,40 Euro (zwei Prozent) am moderatesten aus. Die Skigebiete um Schladming sind im Amade-Verbund und bieten daher auch dessen Tarife an, am Stuhleck (Semmering) hält man sich noch bedeckt. In den übrigen Skigebieten werden die Tarife im Bereich zwischen drei und vier Prozent nach oben hin angepasst. 

Zum Thema Preiserhöhungen haben sich die Tiroler Skiliftbetreiber am Dienstag bedeckt gehalten. Sprecher Ingo Karl verwies auf den im Oktober stattfindenden Seilbahntag, bei dem man Zahlen präsentieren wolle. Ebenfalls keine Angaben wurden zur Höhe der Investitionen gemacht, die dieses Jahr getätigt werden. (APA)

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    Nicht nur die Snowboarder - auch die Preise schießen in die Höhe

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