VMware Fusion 2.0: Besseres Zusammenspiel zwischen Mac und Windows

16. September 2008, 09:56
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Mac-Dokumente mit Windows-Anwendungen öffnen - Bessere Unterstützung für Spiele und Videos - Mac OS X auch als Gastsystem

Mit einem Major Upgrade spendiert der Virtualisierungsexperte VMware seiner Desktoplösung für Mac OS X eine Fülle von neuen Fähigkeiten: VMware Fusion 2.0 konzentriert sich dabei vornehmlich auf die eigenen Kernkompetenzen und verbessert das Zusammenspiel zwischen dem Mac-System und einem Windows-Gast erheblich.

Seamless

So ist es nun etwa möglich Dokumente auf der Mac-Seite direkt mit einer Windows-Anwendung zu starten, dabei kann dann das entsprechende Programm auf Wunsch auch gleich als Default für diesen Dateityp eingetragen werden. Neu sind die sogenannten "Mirrored Folders", spezielle Verzeichnisse, deren Inhalt automatisch zwischen Gast- und Hostsystem abgeglichen wird.

Shortcut

Außerdem können Windows-Shortcuts nun auf Mac-Tastenkombinationen umgelegt werden, angesichts dessen, dass die Apple-Tastaturen nicht alle Tasten eines herkömmlichen PCs besitzen, eine sinnvolle Verbesserung. Zusätzlich werden unter Windows keine separaten Druckertreiber mehr benötigt, Fusion leitet hier einfach auf die Mac-Treiber um. Eine weitere Neuigkeit bei VMware Fusion 2.0 ist die Unterstützung für mehrere Displays.

3D

Weitere Verbesserungen gab es bei der 3D-Unterstützung in virtuellen Maschinen, der Hersteller verspricht mittlerweile Support für DirectX 9.0 Shader Model 2. Wesentlich flotter soll mit der neuen Version die Video-Wiedergabe im Windows-Gastsystem sein, dies soll so gut funktionieren, dass auch HD-Videomaterial flüssig wiedergegeben werden kann.

Vermischtes

Boot Camp-Installationen lassen sich nun direkt in virtuelle Maschinen verwandeln, das User Interface der Anwendung wurde vollständig neu gestaltet, die Integration mit dem Finder von Mac OS X Leopard verbessert. Eine Neuerung ist auch die Integration eines eigenen Virenscanners, die Software kommt nun mit McAfee VirusScan Plus, die Lizenz ist dabei für 12 Monate gültig. Die Einrichtung in einer virtuellen Maschine kann einfach über einen eigenen Menüpunkt erfolgen.

Mac

Erstmals unterstützt Fusion nun auch Mac OS X als Gastsystem, auch wenn die Lizenz des Apple-Betriebssystems hier klare Grenzen setzt: Lediglich die Server-Version von Leopard darf virtualisiert werden. Diverse Windows- und Linux-Versionen unterstützt man ohnehin schon seit längerem.

Download

VMware Fusion 2.0 kann ab sofort von der Seite des Herstellers heruntergeladen werden, für alle BesitzerInnen der 1.x-Version ist das Upgrade kostenlos.  Beim Neukauf schlägt die Software mit 80 Euro pro Lizenz zu Buche, wer sich nich gleich entscheiden will, kann Fusion aber auch 30 Tage lang kostenlos testen. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 16.09.2008)

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    grafik: vmware
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