Autoabsatz in Europa bricht ein

16. September 2008, 08:49
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Wegen der hohen Sprit­preise und des schwin­denden Verbraucher-Vertrauens gehen die Pkw-Verkäufe im Juli um mehr als sieben, im August sogar um knapp 16 Prozent zurück

 Paris - Die europäische Autokonjunktur hat sich im Sommer stark abgeschwächt. Im Juli seien die Pkw-Verkäufe um 7,3 Prozent, im August sogar um 15,6 Prozent eingebrochen, teilte die Vereinigung der europäischen Autohersteller Acea am Dienstag mit. Gründe seien eine allgemeine Schwäche des Verbrauchervertrauens und die anhaltend hohen Spritpreise, erklärte der Verband. In den ersten acht Monaten 2008 betrage das Minus beim Absatz 3,9 Prozent.

Volkswagen bleibt den Acea-Angaben zufolge mit einem von Jänner bis August leicht auf 20 Prozent erhöhten Marktanteil Europas größter Autobauer, musste aber einen Absatzrückgang von drei Prozent hinnehmen. Mit einem um 0,3 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent gesunkenen Marktanteil blieb PSA Peugeot Citroën die Nummer zwei, der Absatzrückgang um sechs Prozent lag aber über dem Branchenschnitt.

Schon am Montagabend hatte der deutsche Branchenverband VDA berichtet, die Verkäufe seien in Europa um 16 Prozent auf 805.500 Pkw-Neuzulassungen geschrumpft. Das Ergebnis sei allerdings dadurch verzerrt, dass der Monat in diesem Jahr zwei Arbeitstage weniger hatte als vor Jahresfrist.

Laut VDA besonders schwach blieben die Automärkte in Großbritannien (minus 19 Prozent), Italien (minus 26 Prozent), und Spanien (minus 41 Prozent). (APA/Reuters)

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    Die Pkw-Hersteller machen schwindendes Verbrauchervertrauen und hohe Spritpreise für den Absatzeinbruch verantwortlich.

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