Politische Rivalen haben nationalen Dialog aufgenommen

15. September 2008, 22:05
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Frage nach der Entwaffnung der Hisbollah im Mittelpunkt - Anführer der Schiitenmiliz Hisbollah Nasrallah fehlt bei Gesprächen

Beirut - Der libanesische Präsident Michel Sleimane hat am Dienstag einen nationalen Dialog zwischen den politischen Gegnern eröffnet. 14 Vertreter der rivalisierenden Lager nahmen an dem Treffen in der Hauptstadt Beirut teil. Lediglich der Anführer der Schiitenmiliz Hisbollah, Hassan Nasrallah, war aus Sicherheitsgründen nicht dabei.

Im Zentrum des Dialogs, der hinter verschlossenen Türen stattfinden soll, steht die Frage nach der Entwaffnung der Hisbollah. Während sie auf einem eigenen Waffenarsenal für den Fall eines Angriffs Israels besteht, will die Bevölkerungsmehrheit die Verteidigung des Landes allein der Armee überlassen.

"Die Bereitschaft, einen Dialog aufzunehmen, zeigt, dass über alles gesprochen werden kann, dass alle Themen angepackt werden können", sagte Sleimane in der vom Fernsehen übertragenen Eröffnungsrede. "Nur die Niederlage oder die Sackgasse sind inakzeptabel." Sleimane hatte zu dem nationalen Dialog aufgefordert, bei dem Unstimmigkeiten in der Allparteien-Regierung ausgeräumt werden sollen. Die Regierung war im Juli nach zähen Verhandlungen aus der pro-westlichen Parlamentsmehrheit und der früheren Opposition gebildet worden, die Syrien und dem Iran nahesteht. (APA/AFP)

Beirut - Im Libanon kommen ab Dienstag die Vertreter der verfeindeten politischen Lager zusammen, um über die Zukunft des Landes zu beraten. Präsident Michel Sleimane hatte zu einem nationalen Dialog aufgefordert, bei dem Unstimmigkeiten in der Allparteien-Regierung ausgeräumt werden sollen.

Die Regierung war im Juli nach zähen Verhandlungen aus der pro-westlichen Parlamentsmehrheit und der früheren Opposition gebildet worden, die Syrien und dem Iran nahesteht. Im Zentrum der Gespräche steht die Frage nach der Entwaffnung der Schiiten-Miliz Hisbollah. Überschattet werden die Beratungen von einem Attentat, bei dem am vergangenen Mittwoch ein pro-syrischer Politiker ums Leben kam. (APA)

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