Großdemonstration fordert Gerechtigkeit

15. September 2008, 21:39
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Zehntausende Menschen haben in La Paz ihre Solidarität mit Boliviens Präsident Evo Morales bekundet

La Paz - Zehntausende Menschen haben am Montag in La Paz ihre Solidarität mit Boliviens Präsident Evo Morales bekundet und für die Beendigung der Zusammenstöße zwischen den verfeindeten Gruppen im Land demonstriert. Unter der Schirmherrschaft von Präsident Evo Morales verlangten die fahnentragenden Demonstranten Gerechtigkeit. "Präfekten, wir wollen Euren Kopf", rief die Menge. Morales strebt eine Verfassungsreform an, die den armen Regionen mit indianischer Bevölkerungsmehrheit eine größere Teilhabe an den Ressourcen des Landes sichern soll.

Die Präfekten der wohlhabenden Regionen, in denen viele Nachfahren europäischer Einwanderer leben, fordern dagegen, ihren Departamentos 30 Prozent der Steuereinnahmen aus der Erdgas- und Erdölförderung zu überlassen. Seit Tagen gibt es deswegen blutige Zusammenstöße mit Toten und Verletzten.

Nach Angaben des Präfekten von Tarija, Mario Cossío, verliefen Gespräche der Präfekte mit der Regierung im Präsidentenpalast bisher positiv. "Wir sind auf einem gutem Weg", sagte er. Eine fast fertig ausgehandelte Vereinbarung über die Bedingungen und die Themen eines Dialogs soll demnächst unterzeichnet werden. (APA)

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