"Wirkliche Missachtung des Stiftungsrates"

15. September 2008, 18:20
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Peter Radel empört sich über die Strategieklausur des ORF-Gremiums am Wochenende

Wien - Peter Radel arbeitete ab 1973 im ORF, war einer der längstdienenden kaufmännischen Direktoren, nun sitzt der Bürgerliche für die Regierung im Stiftungsrat.

Über die Strategieklausur des ORF-Gremiums am Wochenende empört er sich: "Miserabel bis nicht vorbereitet", keine Unterlagen, keine Finanzvorschau, auf der Strategieüberlegungen aufbauen könnten. "Wirklich eine Missachtung des Stiftungsrats", findet er, und eine "vergebene Chance".

Dass der ORF auf die Politik hofft, die seine TV-Werbeminuten erhöhen soll und Gebührenbefreiungen abgelten, ist für Radel "kein unternehmerisches Handeln". Der ORF "verspielt damit sein bisschen Unabhängigkeit".

Die ORF-Führung sieht er "desorientiert", sie habe "kein Konzept für die Zukunft". (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 16.9.2008)

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