"Abenteuer" kosten Bundesforste Millionen

15. September 2008, 13:52
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Der Rechnungshof bemängelt mangelnde Steuerungs- und Kontrollsysteme bei dem Joint Venture mit den finnischen Staatsforsten

Wien - Die Bundesforste (ÖBf) haben durch ein 2002 mit den finnischen Staatsforsten eingegangenes Joint Venture etwa 9 Mio. Euro verloren, kritisiert der Rechnungshof in seinem einem am Montag veröffentlichten Bericht. Das Management der ÖBf habe dem Bedarf an "Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen" in ihrem Osteuropageschäft unterschätzt. In Zeitungsberichten zu Beginn des Jahres war von bis zu dreistelligen Millionenverlusten die Rede gewesen.

In ihrer Analyse werfen die Prüfer der zu 100 Prozent im Staatsbesitz befindlichen Gesellschaft weiters Mängel beim (von der Regierung erzwungenen) Erwerb von elf Seen von der Republik Österreich ab 2001 vor. Ferner wird kritisiert, dass die ÖBf seit 1997 nicht in der Lage waren, eine vollständige Datenbank für Liegenschaften des Bundes aufzubauen.

Positiv wird vermerkt, dass die Bundesforste bei ihren Verkäufen von nicht selbst benötigten Grundstücken erfolgreich waren. Das Ziel, die Erlöse aus dem Immobiliengeschäft jährlich zu steigern, konnte erreicht werden, schreibt der RH in seinem Bericht. (APA)

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