Tibetische Arzneimittel

15. September 2008, 13:40
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Die tibetische Medizin steht oftmals im Schatten der chinesischen Heilmethode - die Rezepturen der Tibeter enthalten mineralische, tierische und pflanzliche Substanzen

Tibetische Arzneimittel sind Vielstoffgemische, die vorwiegend aus pflanzlichen Wirkstoffen gewonnen werden. In geringem Ausmaß werden auch mineralische und tierische Substanzen verarbeitet. Die Klassifizierung erfolgt über beobachtete Wirkungen und sensorische Eigenschaften, wie Geschmack, Textur und Farbe.

Mehr als 20 Substanzen

In einer Rezeptur werden häufig mehr als 20 Substanzen verarbeitet. Das pharmakologische Wirkprofil ist dadurch wissenschaftlich schwierig zu erfassen, da jede Pflanzenkomponente wiederum aus einer Vielzahl einzelner pharmakologisch aktiver Stoffe besteht. Zulassungsbehörden beurteilen deshalb fixe traditionelle Arzneimittelkombinationen prinzipiell als „schwierig".

Kapseln nach westlichen Kriterien

Vor über 30 Jahren wurde das 28. Rezept des Lama-Arztes Sul-Tim-Badma nach westlichen Arzneimittelkriterien erstmals in der Schweiz hergestellt. Mittlerweile gibt es auch in Österreich die tibetische Rezeptur mit seinen 19 pflanzlichen Inhaltstoffen wie Isländisches Moos, Gartenlattich oder Akeleikraut in Apotheken als Kapseln zu kaufen. Das Rezept soll die Durchblutung fördern und Regenerationsprozesse unterstützen. (nia)

  • Tibetische Kräuter für eine bessere Durchblutung.
    foto: padma forum

    Tibetische Kräuter für eine bessere Durchblutung.

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