Ex-Libro-Chef Rettberg muss 8 Monate ins Gefängnis

15. September 2008, 13:20
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Manager hatte das Unternehmen 2002 in den Konkurs geführt

Ex-Libro-Chef Andre Rettberg muss für acht Monate ins Gefängnis. Das Oberlandesgericht (OLG) Wien bestätigte am Montag die Strafe von drei Jahren Haft - davon acht Monate unbedingt - wegen versuchter betrügerischer Krida. Der ehemalige "Sanierer" von Libro wurde verurteilt, weil er versucht hatte, im Zuge der Insolvenz sein privates Vermögen vor seinen Gläubigern zu verheimlichen.

"Ich habe nie geplant, irgendjemand zu benachteiligen oder zu schädigen"

Rettberg hatte sich in der Verhandlung verteidigt: "Ich habe nie geplant, irgendjemand zu benachteiligen oder zu schädigen". Er habe sich bei einem Wirtschaftsanwalt, der ihm empfohlen war, Rat gesucht und sei dessen Rat gefolgt. Der 50-Jährige schloss sich den Ausführungen seines Anwalts Elmar Kresbach an, der für eine bedingte Strafe plädierte. Er arbeite heute als Konsulent in Osteuropa, bei einer unbedingten Freiheitsstrafe könne er seine Familie nicht mehr erhalten, gab der frühere Libro-Generaldirektor zu bedenken. Rettberg war als Sanierer der Buch- und Papierwarenkette Libro geholt worden und hatte diese in Folge zu ehrgeiziger Expansionspläne, u.a. im Internet,  im Jahr 2002 in den Konkurs geführt. (APA)

 

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