"Lange Nacht der Museen" am 4. Oktober

15. September 2008, 12:52
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Teilnahmerekord von 600 Museen bei der neunten Ausgabe der ORF-Großveranstaltung - Zusatzangebote für Kinder in 175 Museen

Wien - Eine Eule wirbt für die heuer zum neunten Mal stattfindende "Lange Nacht der Museen", die am 4. Oktober Hunderttausende Besucher in über 600 Museen, Galerien und Kulturinstitutionen in allen Bundesländern (im Vorjahr rund 550) locken soll. Von 18 bis 1 Uhr früh können die Besucher "die unendlichen Weiten der bildenden Kunst durchstreifen", so ORF-Kulturredakteurin Erna Cuesta heute, Montag, bei einer Pressekonferenz im ORF-Zentrum. Ein besonderes Augenmerk legt man heuer auf die Kinder, so hat man etwa den Kinderpass auf ganz Österreich ausgedehnt.

Besonders stolz zeigte sich ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz auf einen neuen Rekord an teilnehmenden Institutionen. "Im Jahr 2000 haben wir uns gefragt: Was kann der ORF als einer der größten Kulturveranstalter und Kulturverbreiter des Landes tun, um die österreichischen Museen zu unterstützen?" Von einem derartigen Erfolg - im Jahr 2000 nahmen 57.500 Menschen vom Angebot Gebrauch, im Vorjahr zählte man 390.900 Besuche - sei man selbst überrascht gewesen. "Die Dynamik ist einzigartig", so Wrabetz, der sich am 4. Oktober auch selbst auf die Suche nach bisher unentdeckten Schätzen machen will. So freue er sich etwa auf das Schnapsmuseum, scherzte der Generaldirektor.

Schließlich stehen auch heuer neben den zahlreichen großen Institutionen auch weniger bekannte, aber außergewöhnliche Museen auf dem Programm, darunter etwa das Schneekugelmuseum, das dessen Betreiber Erwin Perzy bei der heutigen Pressekonferenz anpries: "Die Schneekugel ist eine österreichische Erfindung." So können Besucher nicht nur das Museum besuchen, sondern auch einen Blick in die angrenzende Manufaktur werfen, wo unter anderem eine "Sonderschneekugel" mit dem "Lange Nacht"-Symbol der Eule produziert werden soll.

Besonders in Kindern soll im Rahmen der "Langen Nacht der Museen" die Begeisterung für Museen geweckt werden. In ganz Österreich bieten 175 Museen Zusatzangebote an, ab drei Stempeln im "Kinderpass" wartet ein Geschenk auf die kleinen Besucher. Ausschließlich für Kinder ("Erwachsene kommen nur in Begleitung eines Kindes hinein") ist das Programm im ZOOM Kindermuseum in Wien, wie Direktorin Elisabeth Menasse-Wiesbauer darlegte. Geboten wird unter anderem die Ausstellung "Mega griechisch", die Kindern spielerisch die Antike nahebringen soll. Spannend soll es auch im Wien Museum werden, wenn Kinder ab 21 Uhr an einer Taschenlampenführung über den Karlsplatz teilnehmen dürfen, für die Großen gibt es eine Kranfahrt, die in 35 Metern Höhe einen Blick auf das nächtliche Wien eröffnet. Bernd Lötsch (Direktor des Naturhistorischen Museums) gewährte im Anschluss Einblicke in sein Programm, wo man auch für "die kleinen Wilden" gewappnet sei.

Wie jedes Jahr sind alle Institutionen mit nur einem Ticket zugänglich, das auch als Fahrschein für die Shuttle-Busse gilt, die vom "Treffpunkt Museum" aus zu den einzelnen Museen starten. Diese Sammelpunkte, bei denen Tickets, Booklets mit Informationen zu den Programmangeboten und Infos zu den Bus- und Fußrouten erhältlich sind, finden sich in jeder Landeshauptstadt (in Vorarlberg in Dornbirn) sowie in Krems und Villach. Die Tickets für die "Lange Nacht" kosten heuer 13 Euro (ermäßigt 11 Euro), die regionalen Tickets um 6 Euro gelten für Eintritte im jeweiligen Bundesland. (APA)

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