CDU wünscht sich FDP als Koalitionspartner

15. September 2008, 11:03
posten

Schwarz-Gelb ist Lieblingsoption führender Parteipolitiker - Oettinger gegen "unnötige Spielereien" - Wulff sieht FDP nicht wanken

Berlin - Nach der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel haben auch andere führende CDU-Politiker die FDP als Wunschpartner in der nächsten Regierungskoalition bezeichnet. Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger zeigte sich am Montag davon überzeugt, dass Union (CDU/CSU) und FDP bei der Bundestagswahl 2009 eine Mehrheit erreichen könnten.

Alle anderen Koalitionsüberlegungen seien "unnötige Spielereien", sagte Oettinger vor einer Sitzung des CDU-Präsidiums in Berlin. Die Fortsetzung der Großen Koalition könne kein Ziel sein. Ein solches Bündnis sei immer nur eine "Ultima Ratio", also die allerletzte Möglichkeit. Verständnis zeigte Oettinger für die Forderung der FDP, die SPD solle Gesine Schwan als Kandidatin für das Bundespräsidentenamt zurückziehen. "Ich würde das logisch finden", sagte der CDU-Politiker, auch wenn er das nicht erwarte.

Wulff sieht FDP nicht wanken

Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff äußerte sich zuversichtlich, dass auch die FDP auf ein schwarz-gelbes Bündnis setze. Er sehe bei den Liberalen "niemanden wanken", sagte er. Zunächst aber sei die Große Koalition gut beraten, weiter erfolgreich zusammenzuarbeiten.

Unionsfraktionschef Volker Kauder kritisierte die Koalitionsdebatte scharf. Die Menschen hätten angesichts ihrer eigenen Sorgen und Nöte immer weniger Verständnis für solche Diskussionen, sagte der CDU-Politiker. Die jetzige Koalition müsse sich jetzt auf die Arbeit konzentrieren. "Nach der Bundestagswahl werden die Dinge neu gemischt." (APA/AP)

 

Share if you care.