Steirischer RFJ-Chef Winter angeklagt

15. September 2008, 10:28
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Der Prozess gegen Michael Winter wegen Verhetzung wurde auf Anfang Oktober verlegt

Der für heute angesetzte Prozess gegen Michael Winter in Wien wegen Verhetzung wurde verschoben. Winter, steirischer Landesobmann des Rings freiheitlicher Jugend (RFJ) und Sohn der Grazer FPÖ-Stadträtin Susanne Winter hatte im April 2007 in der Zeitschrift "tangente", der in Wien erscheinenden RFJ-Zeitung, einen Artikel unter dem Titel "Lieber Sodomie als Vergewaltigung" geschrieben. Darin forderte er wörtlich "als Sofortmaßnahme gegen muslimisch-türkische Vergewaltigungen eine Schafherde im Grazer Stadtpark".

Die Grazer Grünen und die Plattform Linkes Burgenland erstatteten Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien. Im Falle einer Verurteilung drohen dem FPÖ-Funktionär bis zu zwei Jahre Haft. Der Termin wurde auf 6. Oktober 10:30 verschoben.

Umstrittene Mohammed-Äußerungen

Noch einige Zeit bis zu ihrem Prozess hat seine Mutter, Susanne Winter. Sie ist ebenfalls wegen Verhetzung angeklagt.

Winter muss sich wegen ihrer umstrittenen Mohammed-Äußerungen beim FPÖ-Neujahrstreffen im Jänner in Unterpremstätten vor dem Grazer Straflandesgericht verantworten. (red, derStandard.at, 15.9.2008)

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