Was wäre denn die Alternative zum "Gutmenschen"?

14. September 2008, 19:17
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Gegen einen viel verwendeten Kampfbegriff wendet sich unser Gewinner der Woche mit der Frage: Wen sollen wir uns denn zum Vorbild nehmen?

Weltanschaulich tanzen wir in den Herbst - unser Gewinner der Woche, Tobias E., schreibt:

"Ich staune über den häufig, auch in den Foren von derStandard.at, auftauchenden Kampfbegriff 'Gutmensch'. Man bekommt den Eindruck vermittelt, als würden all diejenigen, die sich für gesellschaftliche Integration, Fair Trade, Friedenspolitik und den Kampf gegen Diskriminierungen interessieren oder - Gott bewahre! - sogar engagieren, die größte Bedrohung unserer heilen Welt darstellen. 'Gutmensch', klar: genauso schlecht wie Political Correctness, wer braucht das schon ...

Ich kann ja noch verstehen, wenn man/frau nicht gerne mit unbequemen Wahrheiten konfrontiert wird. Aber positive Lebenskonzepte deswegen desavouieren? Scheint mir nichts anderes als eine bequeme Ausrede zu sein, um nur ja die eigene Lebensführung nicht hinterfragen zu müssen.  Und überhaupt: An wem sollen wir uns denn sonst orientieren: An 'Bösmenschen' etwa?"
(red)

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