Der dritte Titel bringt dann nichts mehr

21. September 2008, 16:47
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    Personalisten erheben "lebenslanges Lernen" zum Prinzip.

Weiterbildung muss Mittel zum Zweck und niemals Selbstzweck sein, betonen Personalisten - Zu viele Kurse sowie Yoga & Co. können nämlich auch kontraproduktiv sein

Berufsbegleitende Weiterbildung ist so wichtig wie nie zuvor. "Lebenslanges Lernen" ist nicht nur ein leeres Schlagwort, sondern bei bestimmten Berufen ein absolutes Muss, diagnostizieren heimische Personalisten unisono gegenüber derStandard.at. Zu viele Kurse oder der "DDDr." können allerdings die Erfolgsaussichten schmälern. Genausowenig werden Fortbildungen im Bereich Soft Skills oder "alternative" Maßnahmen wie Yoga, Manager-Boxen & Co. ohne wenn und aber honoriert.

"Extrem wichtig" ist berufsbegleitende Weiterbildung für Erich Pichorner, Geschäftsführer von Manpower. "Regelmäßige fachliche Fortbildung" müsse im Lebenslauf ersichtlich sein: "Entweder mindestens ein Kurs pro Jahr oder alternativ eine mehrjährige Ausbildung (MBA oder eine berufsbegleitende FH)." Bei der Personalrekrutierung werde größten Wert darauf gelegt. "Es ist vor allem auch bei Kandidaten über 40 unerlässlich, um zu belegen, dass sie auf der Höhe der Zeit sind", sagt Pichorner. Es müsse auf alle Fälle eine "persönliche Weiterentwicklung" erkennbar sein. Beim Bereich Soft Skills rät er zur Vorsicht: "Sie zählen zwar mit, geben allerdings auch Hinweise auf persönliche Schwachstellen." Kurse über Stressbewältigung oder Konfliktmanagemant sollte man nicht unbedingt im Lebenslauf anführen.

Nach Grundausbildung ist Weiterbildung sekundär

Bewerber sollten auch nicht mit "alternativen Weiterbildungsmaßnahmen" hausieren gehen. "Wird in einem Betrieb auf 'männliches' Auftreten Wert gelegt, werden Yoga-Kandidaten leicht belächelt", so Pichorner. Generell kommt es einfach auf die Balance an: "Ich habe einmal eine Kandidatin Ende Dreißig interviewt, die eine Uni-Ausbildung nach der anderen erfolgreich abgeschlossen hat, aber nie länger als drei Monate in einem Unternehmen gearbeitet hat." Solche Leute hätten "wenig Nutzen" für eine Firma, denn: "Nach dem Abschluss der Grundausbildung muss das Umsetzen im Vordergrund stehen." Weiters werde es von Personalchefs nicht goutiert, wenn Kandidaten über Jahre hinweg jeden Tag nach der Arbeit Kurse besuchen. Das lasse Rückschlüsse auf "mangelnde soziale Kompetenzen" und Beziehungsfähigkeit zu. "Was sagt denn der Partner dazu?".

Nicht Luxus sondern Notwendigkeit

"Weiterbildung ist kein Luxus sondern eine absolute Notwendigkeit für die persönliche und allgemeine Wertschöpfung", konstatiert Personalberaterin und Managementcoach Ute Muellbacher, die dabei den "roten Faden" einmahnt. Berufsbegleitendes Lernen müsse "effektiven, unmittelbaren Nutzen" für das Unternehmen bringen. "Die Leistungsbereitschaft und die Arbeitszeiten im Job dürfen jedoch nicht darunter leiden", sagt Muellbacher. Das Zeitbudget für Bildung müsse aus der Freizeit kommen und dürfe die Flexibilität nicht unterminieren: "Bei den meisten Jobs können auch regelmäßige Frühabendseminare zum Problem werden."

Den Fokus bei der Rekrutierung legt Muellbacher auf Personen, die "wissbegierig sind und Dinge bewegen wollen". In Bezug auf die Qualifikationen meint sie, dass "vor allem Sprachen, interkulturelle Kompetenzen und persönlichkeitsbezogene Skills" von Bedeutung wären. In Firmen, wo "Stunt-Workshops, Fliegenfischen & Co" als Mittel zur Weiterbildung zum Einsatz kommen, gehe es primär um Motivationsspritzen und um die Förderung von Nachwuchskräften. Maßnahmen wie zum Beispiel Incentives würden sich dazu eignen, um Mitarbeiter längerfristig an einen Betrieb zu binden.

Reputation der Ausbildungsstätte

"Generell positiv" sieht Michaela Wessely vom ISG Personalmagement berufsbegleitende Weiterbildung. "Besonders fachspezifische" stehe hoch im Kurs. Aufgrund der Fülle an Angeboten und postgradualen Studiengängen müsse man mittlerweile aber differenzieren: "Die Reputation des Ausbildungsinstitutes ist dabei ein wesentlicher Faktor." Zusätzliche Qualifikationen hält Wessely in allen Branchen für essenziell. In manchen wie etwa in der Medizin oder Pharmaindustrie sei es allerdings ein absolutes Muss, da aufgenommenes Wissen in kürzester Zeit schon wieder obsolet ist.

Detto werde bei "finanzwirtschaftlichen, beratenden, technischen oder IT-Positionen" bei der Personalauswahl auf stetige Fortbildung geachtet. "Alternative" Weiterbildungsmaßnahmen bei potenziellen Mitarbeitern signalisieren, dass der Kandidat "wissbegierig und motiviert" ist, meint Wessely, die aber fachspezifische Qualifikationen für viel notwendiger hält.

Die Lücke füllen

Für Karl Piswanger, Geschäftsführer von "Pendl & Piswanger Personal & Managementberatung", wird "zielgerichtete" berufsbegleitende Weiterbildung immer wichtiger. "Bei der Personalrekrutierung wird insofern darauf geachtet, dass die entsprechenden fachlichen und Soft-Skill Lücken erkannt und durch Weiterbildungsmaßnahmen geschlossen werden", sagt Piswanger. Und zwar "binnen sechs bis zwölf Monaten." Branchenspezifische Charkateristika kann er keine identifizieren: "Es gibt keinen Bereich, wo Weiterbildung keine wichtige Rolle spielt."

Piswanger ortet in Führungs- und Vetriebspositionen momentan einen klaren Trend: "Wir sind der Meinung, dass Soft Skills immer wichtiger werden und einen echten Mehrwert für Unternehmen darstellen." Als sehr starke "Modeerscheinung, die sich wenig rechnet", bezeichnet Piswanger alternative Weiterbildungsmaßnahmen. Dies seien meist "wenig zielgerichtet und stark auf der Motivationsebene angesiedelt." Unternehmen rät der Personalist, dass sie die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter im Auge behalten und steuern sollten. Als Konsequenz von intensiven Ausbildungen könne natürlich auch die Leistungsfähigkeit leiden.

Einstellung gegenüber dem Lernen

Um den Anforderungen im Beruf gerecht zu werden, sei Weiterbildung "so wichtig wie noch nie zuvor", ist Sabine Wölbl von "Powerfrauen HR Managament Consulting" überzeugt. Bei der Personalrekrutierung werde auf die Einstellung der Kandidaten gegenüber dem Lernen geachtet: "Wie steht es um die Motivitation, welche Kurse werden bevorzugt." Die "Pflicht" zur permanenten fachlichen Weiterbildung besteht für sie in Berufen wie etwa Controlling und Finanzen.

"Generell gewinnen soziale und kommunikative Fähigkeiten überall und in jeder Branche an Bedeutung", meint Wölbl, dass Soft Skills gefragter denn je seien. Die Frage, ob es zu viel Weiterbildung gebe, verneint sie: "Wenn jemand aus Leidenschaft eine Vielzahl an Kursen besucht, ist dies zumindest ein Zeichen für mich, dass diese Person auch am Arbeitsplatz weiterlernen will." In so einem Fall wären Unternehmen mit dem Problem konfrontiert, ob sie das überhaupt anbieten oder erfüllen können.

Auf die Mischung kommt es an

"Up-to-date zu sein, zählt zum must-have", meint Wolfgang Rom, Personalberater bei "Personal Consulting". Berufsbegleitende Weiterbildung habe in den vergangenen zehn Jahren aufgrund der kurzlebigen Zeit und der technischen Entwicklungen enorm an Bedeutung gewonnen. Die ständigen Veränderungen hätten unmittelbare Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Ein Beispiel sei natürlich die IT-Branche, wo Weiterentwicklung quasi an der Tagesordnung stehen müsse. Bei der Personalrekrutierung hat Rom die "stetige Weiterbildung" im Auge. "Ideal wäre eine Mischung aus Soft Skills wie Führung oder Persönlichkeitsentwicklung und fachlicher Qualifikation", so Rom.

"Durchaus willkommen" sind für Rom Maßnahmen al la Yoga & Co. Nicht mehr und nicht weniger, denn derartige Kurse werden "weder honoriert noch sanktioniert". Bei Fortbildung kommt es auf die Dosis an, ist Rom überzeugt: "Es ist immer dann zu viel, wenn es zum Selbstzweck wird." Zum Beispiel wenn es rein um die Sammlung von akademischen Titeln wie etwa DDDr. gehe. Das wäre so zeitintensiv, dass die "Produktivität und die Einsatzfähigkeit" nicht mehr gegeben seien. "Es bringt überhaupt nichts, einen Kurs nach dem anderen zu belegen und theoretisches Wissen anzuhäufen, das in der Praxis dann nie oder kaum zur Anwendung kommt", sagt Rom. (om, derStandard.at, 22.9.2008)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 79
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ein Pixel kommt selten allein
00
20.11.2009, 20:44
"Weiters werde es von Personalchefs nicht goutiert,

wenn Kandidaten über Jahre hinweg jeden Tag nach der Arbeit Kurse besuchen. Das lasse Rückschlüsse auf "mangelnde soziale Kompetenzen" und Beziehungsfähigkeit zu. "Was sagt denn der Partner dazu?"."

Ähm, ja. Das sagt schon viel über Herrn Pichorner aus. Wie stellt sich denn der gute Mann z.B. ein berufsbegleitendes Studium vor? Ich hatte teilweise 5- und 6-Tage Wochen (Mo-Fr Abend, Sa Früh bis Nachmittag) und war über Jahre nach der Arbeit (Vollzeitjob, aber keiner von der Sorte, bei der man täglich um 5 den Bleistift fallen lassen kann) "in Kursen". Mein Partner hat mich unterstützt (ob ja oder nein geht aber eigentlich keinen Personalchef etwas an) und meine sozialen Kompetenzen sind auch nicht verkümmert. Im Gegenteil. So ein Blödsinn

opinion leader1
00
3.10.2008, 09:59
vorsicht bei personal leasing firmen...

vorsicht bei personal leasing firmen...
die versprechen einem das Blaue vom Himmel...und wissen zu 99% nicht mal, welche Tätigkeiten, welche Konditionen der Arbeitgeber wirklich offeriert...
Schohn mehrere Male eingefahren bei Manpower: Da sitzt so ein HR Tussal (mit Lehre oder HAK und erzählt einem über Mag, Dr., MBA...hahah) dort und auf die Frage, welche konkrete Branche etc. können sie mir nix sagen...
"Sie werden dann nach einiger Zeit von der Firma übernommen"...auch solche Aussagen sind die Halbwahrheit. Sie können nicht konkret sagen, nach 6 Monaten oder so, nein...sie können das einfach nicht beantworten...Habe ein Jahr für die Mobilkom via Manpower gearbeitet...von Wegen Übernahme...
Manpower NIE WIEDER

Der Profichiller
 
16
23.9.2008, 18:40

ausbildung ist die bildung der beherrschten,
bildung ist die ausbildung der revolutionäre...

oder, auch schön:

ausbildung verhält sich zur bildung wie sex zur erotik. es ist nur jener teil, der sich quantifizieren und damit zur ware machen lässt.

Soulman
04
28.9.2008, 00:03
Lieber Standard,

der Presse würde ich Ähnliches raten: Seid's eine Qualitätszeitung, die den Namen verdient - das heißt, reduziert den sogenannten "Karriereteil" auf Stellenmarktangebote (die bringen zumindest euch Geld), aber erspart den p.t. Lesern die entbehrlichen Absonderungen von Personalchefs über "work-life-balance", sogenannten Coaches, die ihren neuesten unnötigen Karriereratgeber am Büchermarkt vermarkten wollen, das Gewäsch von Marketingfuzzis über irgendwelche Kurse und Pseudotiteln und die Werbeeinschaltungen von FH-Anbietern und jenen überflüssiger MBAs. Erspart uns das selbstgerechte Geplapper von Halbgebildeten, die den Leuten weismachen wollen, wie sie am der Arbeitsmarkt zu bestehen haben. Hört auf, diese Pest noch zu weiterzuverbreiten.

RS69
 
00
28.9.2008, 14:37

Daraus, dass kein Unternehmen interessiert ist, in Ihre Weiterbildung zu investieren, ein MBA aufgrund Ihrer Beruflichen Situation für Sie nicht sinnvoll erscheint, und Sie Fachbüchern zu Softskills ablehnend gegenüber stehen, sollten Sie nicht ableiten, dass das generell so ist.

Ich sehe zwei Möglichkeiten:
* Sie sind wunschlos glücklich mit Ihrer Beruflichen Situation und Ihrem Einkommen. Dann gratuliere ich Ihnen.
* Sie halten Ihre Berufliche Situation für optimierbar. Dann sollten Sie Ihren Standpunkt überdenknen.

QUOD LICET BOVI NON LICET JOVI
00
22.9.2008, 22:48
Wer genau liest, hat mehr Freude am Leben:


"Lebenslanges Lernen" ist nicht nur ein leeres Schlagwort...

Management Quatscher
00
22.9.2008, 21:21

Yes - No - Maybe

Somit stehen wir wieder am Anfang und gleichzeitig am Ende, es wurde alles gesagt und eigentlich doch nix.

Fazit: nicht irre machen lassen von diesem Personalistengeschwurbel, denn jeder dieser hochqualifizierten Fuzzis sagt etwas anderes. Dem einen ist Weiterbildung ein Dorn im Auge, weil der Arbeitnehmer dann nicht 110% dem Unternehmen zur Verfügung steht, der andere schwärmt in höchsten Tönen von Weiterbildung, dem dritten ist alles wurscht.

Mario Rutar
05
22.9.2008, 18:36

Hm, jetzt weiß ich, was ich beim letzten Bewerbungsgespräch falsch gemacht habe! Das war eine ganz niedliche und freundliche Frauensperson. Hat meinen Lebenslauf gelesen und dabei den Kurs "Töpfern von Penisen als Mittel der sittlichen Entspannung" gesehen. Sie ist weiß im Gesicht geworden und kreischend hinausgelaufen. Dann kam schon der Sicherheitsdienst. Bin nicht einmal mehr dazu gekommen, sie auf einen Kaffee einzuladen...

betreasure
02
22.9.2008, 18:17
ich glaub ja, ...

... d.d. alles noch viel ärger ist. eine bildungsmafiöse-weltverschwörungstheorie tut sich mir da auf. steckts die leute in kurserln und kurse, ködert sie mit tausenden von titeln die niemanden mehr was sagen - am allerwenigsten den personalfuzzis, weil die haben meist psychologie studiert - und damit vom leben eines softwareingenieurs genauso viel ahnung wie ich vom zahnärztlichen assistieren - ja und fertig ist die geldmacherei ... outputorientieren bildungsterror nenn ich das - aber nur in eine richtung

Buffy die Vampirjägerin
02
22.9.2008, 18:08
Ja, das tät denen so passen

dass wir uns dem Diktat der Wirtschaft beugen, dass wir nur ja kein Alzerl mehr lernen als die wollen. Und jedenfalls niemals selber und abseits der Firmen"philosophie" denken!

A.r.*.*.*.*.*.*.*.e.r.!

dagobert wien
00
22.9.2008, 17:31
selbstzweck...

lach....ich werde nächsten jahr meinen zweiten titel angehen. aber der ist NUR für den selbstzweck....

Management Quatscher
00
22.9.2008, 20:52

Tun´s aber den 2. Titel im Lebenslauf ja nicht erwähnen, sonst kriegen´s nie wieder einen Job.

Sie sind ja überqualifiziert und sammeln Titeln.
Wie pfui !

Grantscherben
00
22.9.2008, 15:08
Oje, die Beraterpest meldet sich wiedermal zu Wort

"..Zu viele Kurse sowie Yoga & Co. können nämlich auch kontraproduktiv sein"
AH GEH!

Management Quatscher
00
22.9.2008, 21:24

Seltsamerweise gab es vor einer Woche hier im Karrierestandard einen Lobartikel über Kurse wie "über glühende Kohlen laufen", "Managerboxing" und "mit Eseln wandern". Das würde schon "was bringen" und sei auch auf den Arbeitsalltag übertragbar.

's koite Sopherl
04
26.9.2008, 20:33

Mit Eseln wandern ist sicher voll umsetzbar. z.B: mit dem Boss den Flur entlang gehen....

Haus M. Eister
01
23.9.2008, 22:43

Also das Managerboxing ist doch ein toller Drill für die händeringend nachgefragte und kaum zu überschätzende Fähigkeit der Ellbogentechnik. Und ein "wandern mit Eseln" dürfte für die meisten Beschäftigten, die in großen "traditionsreichen" Betrieben tätig sind, durchaus nicht neu sein. Dort sollen sich viele, speziell in den höheren Etagen, angesiedelt haben.

alles_banane
01
22.9.2008, 17:22
Buchhaltermenschen

Kein Mittel zum Selbstzweck, aha...

Also, keine Weiterbildung mehr die einen persönlich interessiert sondern bitte nur noch das zu lernen was das "Humankapital" wirtschaftlich interessanter macht. Wir sind schliesslich keine Menschen sondern Lohnsklaven...

RS69
 
00
23.9.2008, 09:28

Sie können alles Lerenen, was Ihnen Spass macht. Wenn SIe Buchhalter sind, gehört allerdings der FengShui Kurs im Lebenslauf in die Hobbies, und nicht in die berufliche Weiterbildung.

pottery
00
25.9.2008, 09:47

Echt? Auf das wär' ich nie gekommen.
Abgesehen davon: Hobbies schreibe ich prinzipiell nicht in den Lebenslauf. Denn das ist privat. Und wenn es jemanden interessiert, was ich privat so tue, dann soll er/sie danach fragen.

Ultra
00
22.9.2008, 14:54
was für ein riesen schaaaaaas

mit quastln! kompletter schwachsinn!

Michael B
00
22.9.2008, 14:46
Mir fehlt in diesem Beitrag das Wort "händeringend".

Anscheinend gehts der Wirtschaft schlechter.

Management Quatscher
00
22.9.2008, 20:57

Fachkräfte werden nun nicht mehr gesucht und schon gar nicht händeringend (nein, auch nicht verzweifelt und/oder dringend)

Hochkonjunktur hatten die Händeringer von März bis Juni 2009, in diesem Zeitraum fehlten - je nach "Studie" - angeblich zwischen 50.000 und 150.000 Fachkräfte, ... bla bla blub blub ....

Die Konjunktur schwächelt, die Börsen liegen darnieder und da kann die Wirtschaft echt keine Überqualifzierten gebrauchen, zumal die auch noch höhere Lohnforderungen stellen.

Natürlich steht in den Visionen/Missionen/Leitbildern weiter drinnen, "dass gut qualifzierte Mitarbeiter das größte Kapital sind", "lebenslanges Lernen ganz wichtig ist" und überhaupt .....

MoltoBene
08
22.9.2008, 14:22
Weiterbilden ja, aber ja noch flexibel im JOb...

... und nur in der Freizeit, und bitte auch noch Familienmensch sein, sonst fehlt die soziale Kompetenz, aber bitte nicht zuviel sonst leidet die maximale leistungsbereitschaft...Burn Out ich kommmmmmme!!!

wide awake
00
22.9.2008, 13:21
es ist nicht schön, ausgeliefert zu sein, scheints

als ex-recruiterin und bewerberin kenn ich das ganze von beiden seiten und bin immer wieder erstaunt, über den mythos "personaler" oder "recruiter".

recruiting ist hochkomplex im sinne von: viele interessen stossen aufeinander, die unternehmen entscheiden sehr individuell aus den von den recruitern vorgeschlagenen kandidatInnen - nämlich z.B. nach unternehmenskultur, persönlichen sympathien, fachspezifischer vorerfahrung, verfügbarkeit (jetzt gleich oder erst in 3 monaten), kosten (nona), übereinstimmung von vorstellungen der bewerberInnen und des arbeitgebers, dann noch ob die person wahrscheinlich ins team passt etc. schwer zu durchschauen von aussen. aber das sind echt weder m.o.n.s.t.e.r noch i.d.i.o.t.e.n.. auch nur ein beruf.

Management Quatscher
00
22.9.2008, 21:17

Es ist ganz einfach. Die Sympathie entscheidet.

Nur kann man das heute natürlich nicht so sagen, sondern muss auf "objektiv" tun.

Und so werden alle Lebensäußerungen der Bewerber (lächelt falsch, hält die Hände falsch, ...) ganz raffiniert psychologisch interpretiert um nur ja einen Grund für die Ablehnung zu finden.

Ist ähnlich wie mit der Consultingpest. Auch die schreiben in ihren "Gutachten" die vorher geäußerten Wünsche des Managements hinein. Anschließend wird das als "objektives Gutachten" eines renommierten Consulters präsentiert.

Von der Angst des Managements vor Entscheidungen (offziell müsen sie wegen dem "Entscheiden" und der "Verantwortung" so gut bezahlt werden) einige Branchen ganz gut.

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