Aufständische erklären den "Ölkrieg"

14. September 2008, 15:48
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Auswirkungen auf die Ölförderung nicht auszuschließen

Lagos - Eine Rebellengruppe in Nigeria hat nach Kämpfen mit Regierungstruppen im Süden des Landes am Sonntag einen "Ölkrieg" ausgerufen. Die Bewegung für die Emanzipation des Nigerdeltas (MEND) hatte zuvor mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht, sollten Regierungstruppen ihre Stellungen angreifen. Man betrachte sich jetzt als im Kriegszustand befindlich, erklärten die Rebellen nach den Gefechten vom Samstag. Was die Ausrufung eines "Ölkriegs" konkret bedeuten könnte, war aber noch unklar.

Angriffe von Rebellen auf die Infrastruktur und auch die Entführung von Mitarbeitern der Ölindustrie im Süden des Landes haben in der Vergangenheit schon zu deutlichen Einbußen in der Ölförderung Nigerias geführt. Zeitweise sank die Produktion um etwa ein Viertel.

Das Land ist der größte Ölproduzent in Afrika, die Menschen im Nigerdelta zählen aber zu den weltweit ärmsten. Die MEND und andere Rebellengruppen verlangen eine größere Beteiligung der Region an den Öleinnahmen, die im Niger-Delta erzielt werden. (APA/AP)

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