Super-Finish von Dortmund

13. September 2008, 18:32
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Im Derby gegen Schalke einen 0:3-Rückstand egalisiert - Toni-Doppelpack bei Bayerns 3:0 in Köln - Bremen ohne Harnik und Prödl 3:0 gegen Cottbus - HSV neuer Tabellenführer

Dortmund - Borussia Dortmund hat am Samstag in einem packenden Revierderby der deutschen Fußball-Bundesliga gegen Schalke 04 einen 0:3-Rückstand mit einer starken Schlussphase noch in ein 3:3-Remis umgewandelt. Die "Königsblauen" verloren damit die Tabellenführung an den Hamburger SV, der vor eigenem Publikum gegen Bayer Leverkusen einen 3:2-Erfolg feierte. Vizemeister Werder Bremen gewann ohne die beiden ÖFB-Teamspieler Sebastian Prödl und Martin Harnik genauso 3:0 (gegen Schlusslicht Energie Cottbus) wie Titelverteidiger Bayern München (in Köln).

Vor 80.552 Zuschauern im ausverkauften Signal-Iduna-Park hatten die Dortmunder zu Beginn mehr vom Spiel, die Schalker übernahmen aber allmählich die Regie. Der peruanische Stürmer Jefferson Farfan in seinem ersten Bundesligaspiel per Handselfmeter (20.) und Rafinha nach einem Konter mit einem Flachschuss (39.) bescherten den Gästen eine komfortable 2:0-Führung. Für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte DFB-Abwehrspieler Heiko Westermann per Kopf, der allerdings von einem Fehler von BVB-Goalie Weidenfeller profitierte (54.).

Dramatische Schlussphase in Dortmund

Ein Kopfballtor von Neven Subotic (67.) ließ die Truppe von Jürgen Klopp aber noch einmal hoffen und leitete eine dramatische Schlussphase ein. Zuerst sorgte der zur Pause eingewechselte Schweizer Teamstürmer Alexander Frei für den Anschlusstreffer zum 2:3 (71.), dann wurden sowohl Christian Pander (73./Gelb-Rot) als auch Fabian Ernst (77./Rot/jeweils nach Foulspiel) aufseiten der Gäste ausgeschlossen. In einem wahren Tollhaus stürmten die Hausherren vehement in Richtung Tor von Schalkes Bundesligadebütant Ralf Fährmann und wurden kurz vor Schluss auch noch belohnt: Frei krönte seine starke Leistung mit einem verwandelten Handselfmeter (89.) zum 3:3-Endstand.

HSV oben auf

Durch das Remis im Spitzenspiel avancierte der noch ungeschlagene HSV - zum ersten Mal nach neun Jahren - zum neuen Leader. Die Hamburger gerieten vor 55.178 Zuschauern zwar wie schon in den Partien gegen Bayern München (2:2) und Arminia Bielefeld (4:2) auch gegen Leverkusen mit 0:2 in Rückstand (Barnetta, 4./Helmes, 24.), schafften aber durch Tore von Paolo Guerrero (37. per Kopf), Ivica Olic (51.) und Mladen Petric (72.) noch die Wende. Leverkusen musste ab der 40. Minute nach einer Gelb-Roten-Karte für Manuel Friedrich mit einem Mann weniger auskommen.

Bayern dankt Toni

Neuer Tabellenzweiter ist der FC Bayern München. Italiens Teamstürmer Luca Toni traf bei Aufsteiger Köln vor 50.000 Zuschauern nach einem Freistoß von Schweinsteiger per Kopf (53.) und ließ sieben Minuten später seinen dritten Saisontreffer folgen (60.). Auch beim 3:0 hatte Toni seine Beine im Spiel, dessen Zuspiel brauchte der eingewechselte Lukas Podolski in der Nachspielzeit nur mehr über die Linie drücken.

Drei Punkte für Bremen

Ihren ersten Erfolg in der vierten Runde feierten die Bremer. In einem wahren Geduldsspiel gegen den noch sieg- und torlosen Tabellenletzten Cottbus wurde die Elf von Coach Thomas Schaaf erst in der Schlussphase erlöst. Vor 38.714 Zuschauern im Weser-Stadion machten Diego (75.), Torsten Frings (80.) und der eingewechselte Boubacar Sanogo (83.) noch den ersten Saison-Dreipunkter perfekt.

Prödl und Harnik zum Zuschauen verdammt

Drei Tage vor dem ersten Champions-League-Heimspiel gegen Rapid-Bezwinger Anorthosis Famagusta waren sowohl Prödl als auch Harnik beim Tabellenneunten zum Zuschauen verdammt. Ein Umstand, der dem Duo wohl auch in Zukunft regelmäßig droht. Der nach einer Knieoperation wiedergenesene DFB-Teaminnenverteidiger Per Mertesacker stabilisierte die Werder-Defensive und agierte umsichtig, Harnik hat in der Offensive eine wohl übermächtige Konkurrenz mit Rosenberg, Pizarro, Sanogo und Almeida vor sich.

90-Minuten für Öczan und Ibertsberger

Besser sieht es hingegen für Österreichs Duo bei Aufsteiger 1899 Hoffenheim aus. Goalie Ramazan Öczan und Linksverteidiger Andreas Ibertsberger standen beim 0:0-Heimremis gegen den VfB Stuttgart im mit 26.300 Zuschauern ausverkauften Mannheimer Stadion über die volle Zeit am Feld. Hertha BSC (10.) und der VfL Wolfsburg (8.) trennten sich 2:2. (APA)

 

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    Dortmund-Coach Klopp (re) gibt zur Freude von Torwart-Trainer Teddy de Beer (li) einen aus.

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