Spekulationen um Verkauf der kriselnden größten US-Sparkasse WaMu

13. September 2008, 15:04
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Morgan Chase unter angeblichen Interessenten

New York - Die größte US-Sparkasse Washington Mutual steht nach einem zuletzt heftigen Kursverfall wieder im Mittelpunkt von Übernahmegerüchten. Als einer der Interessenten gilt laut Medienberichten vom Wochenende der Finanzkonzern J.P. Morgan Chase, der vor einigen Monaten schon einmal mit einem Übernahmeangebot bei Washington Mutual (WaMu) abgeblitzt war.

Der erst seit Wochenbeginn amtierende WaMu-Chef Alan Fishman hatte in den vergangenen Tagen trotz der Probleme einen Verkauf mehrfach als nicht nötig bezeichnet. Die Sparkasse mit Sitz in Seattle (US-Bundesstaat Washington) hatte zugleich aber vor weiteren Milliardenbelastungen durch die Kreditkrise gewarnt.

Verschärfte Aufsicht

WaMu steht mittlerweile unter verschärfter Aufsicht der Behörden. Der wegen der Turbulenzen abgelöste Ex-Chef Kerry Killinger hatte das Geschäft in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet und kämpft nun mit den Folgen der riskanten Expansion.

An der Börse verlor die Sparkasse allein in der vergangenen Woche mehr als 30 Prozent ihres Werts. Seit Jahresbeginn brach der Kurs sogar um mehr als 80 Prozent ein. Dies erschwert eine Suche nach neuen Investoren deutlich.

J.P. Morgan Chase übernahm in diesem Jahr im Zuge der Kreditkrise bereits die vor dem Zusammenbruch stehende Investmentbank Bear Stearns. Der Finanzkonzern zahlte lediglich einen Schnäppchenpreis und strich inzwischen Tausende Jobs bei Bear Stearns. (APA/dpa)

 

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