Putin: Südosseten müssen EU-Beobachtern zustimmen

13. September 2008, 10:05
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"Südossetien und Abchasien sind jetzt souveräne Staaten" - Vorwurf an USA: Georgier militärisch ausgerüstet

Paris - Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hat die Entsendung von EU-Beobachtern in die von Georgien abtrünnigen Gebiete von deren Zustimmung abhängig gemacht. "Südossetien und Abchasien sind jetzt souveräne Staaten", sagte Putin dem Pariser "Figaro". Deren Regierungen müssten also "ihre Zustimmung zur Anwesenheit internationaler Beobachter auf ihrem Gebiet" geben.

Gemeinsames Training

Putin lobte den französischen EU-Ratspräsidenten Nicolas Sarkozy, der eine "große Rolle" bei der Befriedung des Konflikts gespielt habe. Russland erfülle seine Verpflichtungen, doch "die Europäische Union muss auch die ihren einhalten". Er habe mit Sarkozy "schrittweise sehr freundschaftliche Beziehungen" aufgebaut, sagte Putin. "Da er sich für Kampfsport interessiert, haben wir ein gemeinsames Training beschlossen."

Putin warf den USA vor, die Georgier militärisch ausgerüstet und angeleitet zu haben. Russland habe nur auf Georgiens Angriff reagiert. Die "sogenannte freie Presse" des Westens habe die "ersten zwei Tage geschwiegen, als wenn man es ihr befohlen hätte", sagte Putin. "Dann, als die russische Armee effizient reagiert hat, lief die Propagandamaschine an, um uns zu beschuldigen und dabei die Ursache zu vergessen: die bewaffnete Provokation durch Georgien." (APA/dpa)

 

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